WINTER: Es soll noch einmal zünftig schneien

«Rechnen Sie am Dienstagmorgen unbedingt genügend Zeit ein, wenn Sie mit dem Auto oder dem ÖV unterwegs sind.» Dies der Tipp von MeteoNews. Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, scheint das Chaos vorprogrammiert.

Drucken
Teilen
Chaos auf den Strassen: Szene vom vergangenen Mittwochabend in Luzern. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Chaos auf den Strassen: Szene vom vergangenen Mittwochabend in Luzern. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Am (morgigen) Dienstag zieht ein markantes Höhentief – gekoppelt mit einem schwachen Bodentief – von Polen Richtung Adria. Die Schweiz gerät westlich davon in eine kräftige Nordströmung, die viel Feuchtigkeit mitführt und diese am Alpennordhang staut, wie es in einer Medienmitteilung von MeteoNews heisst.

Zentralschweiz in der roten Warnzone
Die ergiebigsten Niederschläge werden mit Nordstau Richtung Alpen erwartet. Vom Berner Oberland über die Zentralschweiz bis zum Alpsteingebiet und Nordbünden muss vor allem in etwas höheren Lagen mit bis zu 50 cm Neuschnee gerechnet werden. In den Alpentälern schneit es durchgehend, sodass auch dort 20 bis 40 cm Neuschnee erwartet werden müssen. Im Flachland dürfte tagsüber zumindest zeitweise und vor allem Richtung Westen der Schnee auch in Schneeregen oder sogar Regen übergehen. Vor allem in leicht erhöhten Lagen ist aber auch hier mit grösseren Neuschneemengen von bis zu 30 cm zu rechnen.

Erhöhte Lawinengefahr prognostiziert
Probleme dürfte es durch die erheblichen Neuschneemengen vor allem im Strassen- und teils auch im Schienenverkehr geben. Die weiter ansteigende Lawinengefahr ist ebenfalls problematisch. Da der Schnee in tieferen Lagen nass und schwer sein wird, ist es denkbar, dass vermehrt Äste unter der Schneelast einbrechen. In der Nacht auf Mittwoch lässt der Schneefall auch an den Alpen rasch nach. Da die Bewölkung dahinter aufreisst, sinken die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt. Es besteht dann akute Glatteisgefahr.

MeteoNews rät, am (morgigen) Dienstag und auch am Mittwochmorgen unbedingt genügend Zeit einzurechnen, wenn man mit dem Auto oder dem ÖV unterwegs ist und die Fahrweise den schwierigen Verhältnissen anzupassen. Möglicherweise mache es auch Sinn, wenn man für einen Tag auf das Auto verzichte, wenn man es nicht unbedingt brauche.

scd