WINTEREINBRUCH: Schnee beschäftigte die ganze Zentralschweiz

Angezuckerte Skipisten, grüne Wiesen: Das hat mit dem Wintereinbruch vom Montag ein Ende genommen. In der ganzen Zentralschweiz.

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Der erste Schnee dieser Saison: Marco Rüegg aus Ibach schaufelt ihn weg. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Der erste Schnee dieser Saison: Marco Rüegg aus Ibach schaufelt ihn weg. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Just auf das Monatsende hin fiel am Montag der erste Schnee bis in tiefe Lagen. Im Kanton Luzern waren es auf dem Pilatus rund 25 Zentimeter Neuschnee, in der Stadt Luzern knapp 10 Zentimeter; 20 Zentimeter gab es in Schüpfheim.

Freude in Nid-, Obwalden und Schwyz
Der erste Schnee freute besonders die Verantwortlichen in den Wintersportgebieten von Obwalden und Nidwalden. «Es schneit wie eine Wand», sagte der Mediensprecher der Bergbahnen Titlis Rotair, Peter Reinle, am Montag. Dank dem Neuschnee werde man auf das nächste Wochenende hin weitere Anlagen öffnen.

Der Zeitpunkt für den Schnee ist ideal. «So wie man es sich wünscht», sagt Sepp Odermatt, Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG. Der Schnee sorgte aber auch für einen Unfall in Wolfenschiessen mit 4 Verletzten (siehe Artikel » ).

Im Kanton Schwyz wurde nur ein schneebedingter Unfall gemeldet, bestätigte Polizeisprecher David Mynall. Im Schwyzer Talkessel reichte es für einen weissen Schneeteppich von wenigen Zentimetern. Hier dürfte der Schnee allerdings nicht liegen bleiben.

Massive Verkehrs-Probleme in Uri
Ganz anders im Kanton Uri. Dort standen LKW, Lieferwagen und PW ohne Winterausrüstung auf der A2 zwischen Erstfeld und Amsteg bereits am Morgen kreuz und quer. Zudem kam es zu diversen Kollisionen. Die Schneeräumung wurde stark beeinträchtigt, der Verkehr musste zeitweise über die Kantonsstrasse umgeleitet werden. Und als am frühen Nachmittag auch noch ein Car kurz vor dem ersten Tunnel südlich der A2-Ausfahrt Amsteg die Fahrbahn blockierte, war das Chaos perfekt.

Eine Lawine hob zudem auf dem Oberalppass einen Zug aus dem Gleis (siehe Artikel » ). Wegen Lawinengefahr gesperrt blieben während der Nacht die Strassenabschnitte Gurtnellen - Pfaffensprung, Hospental - Realp sowie die Schöllenen zwischen Göschenen und Andermatt.

Glück für die Gemeinde Hünenberg
Im Kanton Zug hatte Hünenberg Glück: Seit Dienstag besitzt die Gemeinde ein neues Räumfahrzeug – das alte konnte nicht mehr benützt werden. Am Sonntag hatte Hünenberg zum Glück ein Übergangsfahrzeug bereit gestellt bekommen – genau zum richtigen Zeitpunkt.

red/ana

Ausführliche Artikel zum ersten Schnee lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und allen Regionalausgaben.