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WINTERSPORT: Skigebiete in unserer Region starten in die Wintersaison

Die Zentralschweizer Skigebiete haben für die anstehende Saison tüchtig investiert. Gleichzeitig setzen sie aber auch auf alternative Angebote. Es geht nicht mehr nur ums Skifahren.
Kilian Küttel
Skifahren ist am Wochenende nicht nur auf dem Titlis-Gletscher möglich. (Bild: Roger Grütter)

Skifahren ist am Wochenende nicht nur auf dem Titlis-Gletscher möglich. (Bild: Roger Grütter)

«Die letzten zwei Winter waren schwierig. Jetzt hoffen wir auf die Wende.» Das sagte Sepp Odermatt am Donnerstag vor den Medien. Er ist Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG und Präsident der Transportunternehmungen Zentralschweiz (TUZ). Der Verband vereint 44 Schifffahrts-, Bahn-, Bus- und Bergbahnunternehmen aus der Zentralschweiz. Zudem gibt er den Schneepass heraus: Damit können Wintersportler in 13 Zentralschweizer Skiorten die Anlagen verwenden. Das Generalabonnement kostet für einen Erwachsenen 1130 Franken.

Vertreter von 8 dieser 13 Skiorte versammelten sich am Donnerstag in Luzern zum Austausch. Sie nutzten die Gelegenheit, über die Neuerungen für die diesjährige Wintersaison zu orientieren. Der Trend scheint in Richtung Innovation zu gehen. Sepp Odermatt ist verantwortlich für das Skigebiet Klewenalp-Stockhütte. Zur Ausrichtung für dieses Jahr sagt er: «Für uns steht der Kunde im Vordergrund.» Die Gäste sollen besser abgeholt und gezielt angesprochen werden.

Konzentration auf Einheimische

Deshalb veranstaltet das Skigebiet verschiedene Aktivitäten. Wie zum Beispiel Überraschungstage: «Wir wollen unseren Kunden etwas Unerwartetes bieten», so Odermatt. Was das genau sein soll, wollte er nicht verraten. Weiter soll das Skifahren wieder beliebter werden. Deshalb führt das Skigebiet den «Fun Experience Day» durch: Für knapp 150 Franken erhält ein Gast eine Tageskarte, eine Skiausrüstung zur Miete und zwei Stunden Skiunterricht. Das Mittagessen ist inbegriffen. Die Idee wurde von Schweiz Tourismus initiiert – in Zusammenarbeit mit 19 Schweizer Skidestinationen (Ausgabe vom Montag.) Das Skigebiet Klewenalp-Stockhütte ist der 20. Teilnehmer der Aktion.Grosso modo richten sich die Innerschweizer Skiorte auf die inländischen Gäste aus. TUZ-Geschäftsführer Adrian Bühlmann erklärt: «Natürlich sind auch Gäste aus dem Ausland sehr willkommen, doch der Schweizer Markt ist enorm wichtig.» Die Zentralschweizer Anbieter sollten sich auf ihre Stärken besinnen: «Das ist die Nähe zu den Ballungsgebieten. Die Distanz in die Berge ist für viele Schweizer Gäste gering», so Bühlmann. Ein regelmässiger Aufenthalt in den Zentralschweizer Bergen sei für viele wichtig: «Das können wir nutzen.»

Die Titlis-Bergbahnen zielen zwar auf den inländischen Markt ab, der ausländische ist aber ebenso wichtig. Marketingleiter Peter Reinle erklärt: «Der asiatische Markt für Skifahrer hat sicher ein grosses Potenzial für die Zukunft. Aber bis das Geschäft dort wirklich stark anzieht, dauert es mehrere Jahre.» Das Unternehmen geht den Weg der Investition: «Wir haben die letzten Jahre rund 10 Millionen Franken in neue Schneekanonen investiert.» Als grosses Projekt steht diese Saison die Eröffnung einer neuen Pizzeria im Gebiet Trübsee an. Zudem eröffnen an diesem Samstag zwei neue Sportshops auf Trübsee.

Der Schweizer Skitourismus hat zu kämpfen. Das ist einerseits der grossen Konkurrenz aus dem Ausland und dem starken Franken geschuldet. Doch etwas anderes schenkt mindestens genauso ein: Skifahren ist nicht mehr so gefragt wie früher. Darauf reagiert das Skigebiet Melchsee-Frutt: Nebst dem Skigeschäft setzt es auf alternative Angebote. Geschäftsführer Daniel Dommann erzählt von seinen Erfahrungen: «Viele Gäste wollen am Vormittag zwar noch Ski fahren, aber sie fragen vermehrt nach Alternativprogrammen für den Nachmittag.» Auf diese Tendenz müsse man eingehen, es brauche andere Aktivitäten. Als Beispiele nennt Dommann Schneeschuhtouren, Angebote fürs Iglubauen und Eisfischen. Wichtig für die Melchsee-Frutt sind zudem verschiedene Events. So zum Beispiel der FIS-Europacup der Damen, ein Rodelrennen Ende März und die Schweizer Meisterschaft im Pistenfahrzeugfahren.

Einige Anlagen sind schon in Betrieb

Die Innerschweizer Skidestinationen sind zuversichtlich, das Beste aus der Saison zu holen. Was nicht zuletzt am Schneesegen der letzten Tage liegen dürfte. Peter Reinle: «Einen so guten November hatten wir schon lange nicht mehr. Das macht Freude.» Einige Skigebiete haben den Betrieb bereits aufgenommen oder tun es dieses Wochenende. Wie im Gebiet Engelberg-Brunni: Samstag und Sonntag laufen dort die Seil- und die Sesselbahn. Des Weiteren sind die Winterwanderwege und das Kinderland offen. Ebenfalls läuft ein Teil der Anlagen in der Mythenregion. Die Bergbahnen Sörenberg AG startet morgen mit einem Teilbetrieb in die Saison – sofern das Wetter mitspielt. Gleiches gilt für die Melchsee-Frutt. Und auf dem Titlis laufen die Anlagen bereits unter der Woche. Auf der Klewenalp und auf Sattel-Hochstuckli ist am 3. Dezember der offizielle Winterstart. «Unter Umständen eröffnen wir aber auch am Wochenende vom 26. und 27. November einen Teil der Anlagen», so Sepp Odermatt von der Klewenalp.

Hinweis
Aktuelle und zusammengefasste Wintersportberichte sind unter www.schneepasszentralschweiz.ch verfügbar.

Diese Skigebiete sind am 19. / 20. November offen

Stand: 18. November, 13 Uhr

Andermatt-Sedrun:Gemäss dem Pistenrettungschef Carlo Danioth sind die Schnee- und Pistenverhältnisse am Gurschen gut. Es liegen aktuell rund 45 cm Schnee. In Betrieb sind die Luftseilbahn Andermatt-Gurschen sowie die 6er-Sesselbahn Gurschen-Gurschenalp. Offen sind die Gurschenalppisten sowie die Rennpiste Mändli. Der Skibetrieb am Nätschen startet am 3. Dezember.

Engelberg-Brunni:Die Luftseilbahn Engelberg-Brunni sowie der Sessellift sind in Betrieb.

Engelberg-Titlis:Offen ist die Gondelbahn Engelberg - Trübsee - Stand sowie die Titlis-Rotair. Die Skipisten sind von Titlis bis Trübsee offen.

Melchsee-Frutt: Im Skigebiet liegen rund 90 Zentimeter Schnee. Neben der Gondelbahn Stöckalp-Melchsee-Frutt sind auch die Sesselbahnen Cheselen, Jäst, Bonistock, Erzegg, die Pendelbahn Diselboden - Bonistock, der Skilift Vogelbüel und der Panoramalift in Betrieb. Der Schlittelweg von Melchsee-Frutt nach Stöckalp ist bis Cheselen geöffnet. Der Winterwanderweg Melchsee-Frutt bis zum Tannendamm ist gepfadet. Die Langlaufloipe zwischen Melchsee-Frutt und Tannendamm ist offen. Ebenfalls offen sind diverse Bergrestaurants und Alpwirtschaften.

Menzingen - Gottschalkenberg: 1,6 Kilometer lange Langlaufloipe in Betrieb.

Mythenregion:Die Rotenfluebahn sowie die Seilbahn Brunni-Holzegg sind täglich in Betrieb. Die Skilifte Alpstubli und Kulm auf der Ibergeregg sind ebenso offen wie der Skilift Alp Rotenflue. Ebenfalls in Betrieb sind die Skilifte Holzegg Ost und West sowie Stägleren und Zwäcken.

Rigi:Zahnradbahn in Betrieb, kein Schneesport

Sörenberg:Die Gondelbahn Rossweid sowie der Doppelskilift Rossweid und die AG 2 sind offen. Geschlossen sind die übrigen Anlagen inkl. Luftseilbahn Sörenberg - Brienzer Rothorn.

Stoos:Gipfelrestaurant und Sesselbahnen am Fronalpstock für Fussgänger offen. Aufgrund der warmen Temperaturen kein Skibetrieb.

Geschlossen sind am Wochenende
Klewenalp-Stockhütte (Revision bis 2. Dezember, Saisonstart am 3. Dezember, allenfalls auch früher)
Sattel-Hochstuckli (Revision, Saisonstart am 3. Dezember)
Marchbachegg(Saisonstart am 24. Dezember, allenfalls früher)
Wirzweli(Revision bis 25. November)
Skilift Neusell in Rothenthurm
Mörlialp(ab 17. Dezember).

Spielt das Wetter mit?

Laut Meteonews ist es am Samstagvormittag bewölkt und teils nass, am Nachmittag gibt es Richtung Mittelland Auflockerungen. Die Schneefallgrenze liegt bei 1000 bis 1200 Metern. Am Sonntag sorgen Wolken für wenig Sonne, es bleibt aber trocken. Im Flachland betragen die Temperaturen um 11 Grad, auf 2000 Metern ist es 5 Grad warm.

140 Webcams in der Zentralschweiz

Wer wissen will, wie hoch die Nebeldecke liegt und wie das Wetter allgemein in den Zentralschweizer Bergen aussieht, dem sei unsere Webcam-Übersicht empfohlen. In Kooperation mit über 140 Webcam-Betreibern bieten wir Ihnen eine komfortable Übersicht auf Städte, Dörfer und Ausflugsgebiete in allen Zentralschweizer Kantonen an. Die Livebilder können auf einer interaktiven Zentralschweizer Karte oder nach Kantonen geordnet abgerufen werden.

Kilian Küttel / rem

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