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WINTERSTURM «BURGLIND»: Heftiger Sturm im Anmarsch

Am Mittwochvormittag ist auch in der Zentralschweiz mit schweren Stürmen zu rechnen. Die Meteorologen rechnen mit Böenspitzen von 90 bis 130 Stundenkilometern im Flachland. An exponierten Stellen ist mit Schäden zu rechnen.
Die zentralschweiz muss mit heftigen Winden rechnen. Im Bild stürmische Verhältnisse in Brunnen - hier während eines Föhnsturms am Urnersee. (Bild: Alexandra Wey, Brunnen 07.02.2016)

Die zentralschweiz muss mit heftigen Winden rechnen. Im Bild stürmische Verhältnisse in Brunnen - hier während eines Föhnsturms am Urnersee. (Bild: Alexandra Wey, Brunnen 07.02.2016)

Der Wintersturm Burglind sorgt am Mittwoch in der Schweiz mit schweren Stürmen beziehungsweise orkanartigen Bedingungen für ungemütliche Verhältnisse. Im Flachland rechnen Meteorologen mit Böenspitzen von 90 bis 130 km/h, in erhöhten Lagen sind bis 150 km/h, in exponierten Gipfellagen bis 180 km/h möglich, so Meteo News. Schäden seien zu erwarten.

Der Sturm, der von Meteorologen bezüglich Heftigkeit im Vorfeld mit «Lothar», dem Unwetter am zweiten Weihnachtstag 1999, verglichen wird, soll gemäss Vorhersage vor allem im Flachland, im Jura und in den Voralpen stark zu spüren sein; in den Alpen soll der Wind dagegen weniger heftig wüten. «Burglind» begleitet den Durchzug einer Kaltfront. Dies, nachdem der Wind bereits in der Nacht auf Mittwoch mit einer Warmfront kräftig auffrischte. Nebst heftigem Wind wird zudem auch Regen vorhergesagt.

Verschiedene Katastrophenstäbe riefen die Bevölkerung zur Vorsicht auf und warnten insbesondere davor, sich in den Wald zu begeben. Zudem sollen windanfällige Baustelleneinrichtungen und lose Gegenstände auf Balkonen und Gärten gesichert werden.

Vor dem Wind war der Schnee das Problem

Das Wetter war auch über den Jahreswechsel das bestimmende Thema: Der viele Neuschnee, der im Schweizer Alpengebiet über die Festtage gefallen war, hatte zwar viele schöne, aber auch ein paar dunkle Seiten. Bei verschiedenen Lawinenabgängen wurde ein Wintersportler getötet, vier weitere Tourengänger wurden verletzt. Ums Leben kam am Silvestertag ein Schneeschuhwanderer oberhalb von Kandersteg im Berner Oberland. Im Gebiet des Hohtürli hatte sich ein Schneebrett gelöst und eine dreiköpfige Gruppe unter sich begraben, die in Richtung Blüemlisalp unterwegs war.

Laut der zuständigen Staatsanwaltschaft und der Kantonspolizei konnten die alarmierten Rettungskräfte zwei Männer auf dem Lawinenkegel orten und mit einer Seilwinde bergen. Sie mussten zur Kontrolle ins Spital. Den dritten Schneeschuhwanderer konnte ein Lawinensuchhund aufspüren. Er wurde schwer verletzt ins Spital geflogen, wo er später starb.

Manche hatten auch Glück im Unglück

Ebenfalls an Silvester wurde ein Tourenpaar aus Deutschland beim Aufstieg zur Maighels-Hütte im Bündnerland von einer Lawine mitgerissen. Laut Angaben der Kantonspolizei Graubünden wurde der 40-jährige Mann nur leicht verschüttet, sodass er mit dem Mobiltelefon die Rettung alarmieren konnte.

Sein Beinbruch verhinderte jedoch eine Suche nach der 35-jährigen Frau. Diese wurde später durch einen Lawinenhund in einer Tiefe von rund einem halben Meter gefunden. In kritischem Gesundheitszustand wurde sie ins Kantonsspital Graubünden nach Chur geflogen.

Mehr Glück zum Jahresende hatte ein Ehepaar am Piz Belvair bei Zuoz im Engadin. Nach einem Lawinenabgang wurden die Wintersportler von anderen Skitourengängern geortet und unverletzt geborgen. Sie wurden mit dem Rettungshelikopter zur Kontrolle in ein Spital geflogen. Die Lawine hatte sich gelöst, als vier Skitourengänger in Richtung Madulain ins Tal fuhren. Alle vier wurden mitgerissen, wie die Kantonspolizei meldete. Eine leicht verschüttete Person konnte sich selbst befreien.

Im gesamten Alpenraum herrscht unverändert «erhebliche» Lawinengefahr, also die dritte von fünf Gefahrenstufen. Laut dem Bund ist das für Wintersportler die «kritischste Situation», bei der sich am meisten Unglücke ereignen. Eine optimale Routenwahl sei nötig.

Auch im Flachland hinterliess der viele Niederschlag zwischen Weihnachten und Neujahr seine Spuren. Wegen eines Erdrutsches war im Zürcher Oberland eine S-Bahn-Linie an Silvester während Stunden unterbrochen. Schnee und starke Winde sorgten auch in mehreren anderen Kantonen für Einschränkungen im Schienenverkehr. Im Wallis war die Bahnlinie Visp–Zermatt zwischen St. Niklaus und Visp für mehrere Stunden unterbrochen. Zwischen Andermatt UR und Disentis GR verkehrten wegen akuter Lawinengefahr bis Sonntagmorgen keine Züge.

(sda/red)

Die Warnungskarten von MeteoNews finden Sie hier.

Die Warnungskarte von MeteoNews verheisst nichts Gutes: Die Zentralschweiz hat für den 3. Januar eine Orkan-Warnung (violett). Die rot markierten Gebiete erwartet ein "schwerer Sturm". (Bild: www.meteonews.ch)

Die Warnungskarte von MeteoNews verheisst nichts Gutes: Die Zentralschweiz hat für den 3. Januar eine Orkan-Warnung (violett). Die rot markierten Gebiete erwartet ein "schwerer Sturm". (Bild: www.meteonews.ch)

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