WIRTSCHAFT: Ein Stifter will Verluste einklagen

Mittels Inserat sucht ein Küssnachter nach Leuten, die bei der Rütlistiftung Geld verloren haben. Bisher erfolglos.

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Privatbankier Karl Reichmuth betont, die Stiftungsgelder seien satzungsgemäss angelegt worden. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Privatbankier Karl Reichmuth betont, die Stiftungsgelder seien satzungsgemäss angelegt worden. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Im Boten der Urschweiz vom Samstag fällt ein Inserat auf: «Teilstifter der Rütlistiftung gesucht, zwecks Informationsaustausch und eventueller Sammelklage.» Unterschrieben mit vollem Namen und Telefonnummer. Die Rütli-Stiftung ist eine Dachstiftung für Gemeinnützigkeit. Diese legt die Gelder von Unterstiftungen im Rahmen ihres Gesamtvermögens an.

Adelrich Eberle in Küssnacht hat nach eigenen Angaben rund 2 Millionen Franken in seiner humanitären Teilstiftung unter dem Dach der Rütlistiftung angelegt und will die Verluste des vergangenen Jahres nicht annehmen. «Bankier Karl Reichmuth versprach mir, ganz konservativ zu investieren.» Reichmuth habe sein Wort nicht gehalten. 

Karl Reichmuth, Verwaltungsrats-Präsident der Privatbank Reichmuth & Co. und Stiftungsrat der Rütlistiftung, ist überrascht über das Inserat und die indirekte Drohung einer Klage. 

Bis jetzt hat sich noch niemand auf das Inserat gemeldet.

Hugo Bischof und Stefan Waldvogel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.