Wirtschaft formuliert Ansprüche an Uni und Hochschule

Zentralschweizer Wirtschaftsverbände verlangen, dass die Ausbildung an Uni und Hochschule mehr auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtet wird. Das ist das Resultat einer Studie.

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Eingangsbereich der Hochschule Luzern – Wirtschaft beim Bahnhof Luzern. (Bild pd)

Eingangsbereich der Hochschule Luzern – Wirtschaft beim Bahnhof Luzern. (Bild pd)

Eine Studie der Luzerner Wirtschaftsverbände deckt Defizite auf. Aufgrund einer Umfrage bei 400 Unternehmen aus der Zentralschweiz, vornehmlich aus dem Kanton Luzern, stellt man fest, dass vor allem ein Mangel an Ingenieuren herrscht. Ebenfalls fehlt es an Informatikern und Wirtschaftswissenschaftlern.

Aus der Studie geht zudem hervor, dass es auch zu wenig Fachkräfte ohne Hochschulabschluss hat. Praktisch kein Manko gibt es bei den Rechtswissenschaftlern. Für die Wirtschaftsverbände ist daher klar: Sie wollen grösseren Einfluss auf die Bildungspolitik nehmen, damit nicht «am Markt vorbei» Ausbildung betrieben wird. Leise Kritik gibt es am schnellen Wachstum der Luzerner Rechtsfakultät. Wenn es zu viele Akademiker gebe, herrschten in der Schweiz schon bald Verhältnisse wie in Frankreich.

Standort sehr gut
Im Grossen und Ganzen zeigen sich die befragten Unternehmen mit dem Standort Zentralschweiz sehr zufrieden. Verbesserungspotenzial haben laut der Umfrage die Steuersituation sowie die Anbindung des Verkehrs an die Nachbarregionen.

red.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 26. Dezember 2010.