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WOHLEN: Eintauchen in eine schillernde Genusswelt

Das Variété des Circus Monti bestreitet momentan seine dritte Saison. Mit 90 Prozent Auslastung und jährlich steigender Anzahl an Aufführungen ist das jüngste Kind der Zirkusfamilie Muntwyler sehr erfolgreich.
Cornelia.bisch@zugerzeitung.ch
Sprühend vor Charme und Übermut: das diesjährige Monti-Variété-Ensemble mit der Sängerin Sarah Huber (Mitte). (Bild: Felix Wey)

Sprühend vor Charme und Übermut: das diesjährige Monti-Variété-Ensemble mit der Sängerin Sarah Huber (Mitte). (Bild: Felix Wey)

Sanfte Pianomusik dringt aus dem Winterquartier des Circus Monti in Wohlen. Man lässt liebend gern die dunkle Kälte hinter sich und taucht ein in den warmen, weihnächtlich geschmückten und dezent beleuchteten Saal, in dessen Foyer einem der Chef Johannes Muntwyler persönlich den Mantel abnimmt. Schlagartig ist man umhüllt von einer bunt schillernden, verträumt verspielten Atmosphäre. Die Grenzen verwischen, Künstler, Servicepersonal und Gäste tummeln sich gemeinsam im Festsaal, geniessen einen Apéro und nehmen charmant Tuchfühlung miteinander auf. Es riecht verlockend aus der Küche, und man wähnt sich meilenweit entfernt von der Alltagshektik. «Ein unvergessliches Erlebnis für Auge, Ohr, Gaumen, Herz und Gemüt», lautet das Versprechen der Veranstalter im Programmheft. Sie halten es. Wohldosiert zwischen den vier Gängen eines exquisiten Menüs wird Artistik vom Feinsten geboten, nahe bei den Zuschauern oder über deren Köpfe hinweg, umrahmt von Lukas Stägers stimmiger Bandmusik und Sarah Hubers kernigem Gesang.

Das Variété des Circus Monti bestreitet bereits seine dritte Saison. «Noch ist es ein zartes Pflänzchen», betont Stefan Gfeller, seit 15 Jahren Leiter Kommunikation beim Circus Monti. «Aber es entwickelt sich ganz grossartig.» Während nämlich im ersten Jahr lediglich fünf Vorstellungen stattfanden, erhöhten die Veranstalter in der darauf folgenden Saison bereits auf deren elf und in diesem Jahr sogar auf sechzehn. Parallel dazu finden sieben geschlossene Veranstaltungen statt, die je nach Wunsch der Kundschaft angepasst werden können.

Die Aufführungen finden jeweils im November und Dezember statt und enden mit der Silvestergala. «Unsere Auslastung liegt bei 90 Prozent», so Gfeller. «Damit sind wir sehr zufrieden.» Überhaupt hätten alle Beteiligten, die Veranstalter, Artisten, Musiker und Zuschauer, grosse Freude am Variété. «Von Jahr zu Jahr haben wir mehr Zuspruch, und die Rückmeldungen seitens der Zuschauer sind sehr positiv. Das macht Freude und motiviert uns.» Momentan ist trotz des rasanten Wachstums der Gewinn noch mässig. «Wir müssen immer noch viel investieren», berichtet Gfeller, «denn wir haben das Projekt vorsichtig angehen lassen und uns nicht gleich mit Vollgas reingestürzt. Man trägt ja immer auch ein gewisses unternehmerisches Risiko.»

Gefragt sind Multitalente

Die Rekrutierung der Künstler erfolgt jeweils über Festivals, Zirkus- und Artistenschulen. Das Ensemble hat jedoch nichts mit dem Zirkusprogramm zu tun, sondern wird komplett neu zusammengestellt. «Es kann allerdings vorkommen, dass einzelne Artisten früher schon einmal im Zirkus aufgetreten sind», erklärt Gfeller. Die Konzepte unterscheiden sich wesentlich. «Der grösste Teil der Variété-Musik wird arrangiert, nicht neu komponiert wie im Zirkus», hält Gfeller fest. Auch die Kostüme werden nicht extra geschneidert, sondern stammen entweder von den Künstlern selbst oder aus dem Fundus des Unternehmens.

Dieses Jahr stammen die Artisten aus Nordamerika und Europa. «Wichtig ist, dass sie alle Multitalente sind, also in verschiedenen Bereichen einsetzbar.» So zeigt etwa ein lustiges finnisches Künstlerpaar dynamische Hand-auf-Hand-Darbietungen sowie anspruchsvolle Antipodenspiele, Balancekunst­stücke mit den Füssen. Der Franzose Fabian Galouye überzeugt an den Strapaten und mit einer erstklassigen Diabolonummer. Eine rasante Hutjonglage sowie eine kraftvoll poetische Choreografie am Vertikalseil präsentiert Ezra Weill aus England, während Thula Moon Martin aus den USA ihre Gelenkigkeit auf Lukas Stägers Flügel und am Luftring eindrücklich demonstriert. Die künstlerische Leitung haben Cécile Steck und Didi Sommer von Comedia Zap inne, die selbst mit viel Klamauk und einem originellen Schattenspiel zum Programm beitragen. Die beiden Komödianten haben bereits bei drei Zirkusprogrammen Regie geführt.

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Hinweis

Es sind noch Tickets für die Vorstellungen vom 28., 29. und 30. Dezember erhältlich.
www.circus-monti.ch/variete

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