Wohnen hier bald Asylbewerber?

Der Chef des Asylwesens des Kantons Schwyz hat sich im Gebäude des Restaurants Rosengarten in Seewen umgeschaut. Um eine Liste zu erweitern.

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Vor einer Woche kam das Restaurant Rosengarten unter den Hammer. Neu gehört es nun dem Kanton. (Bild: Erhard Gick/Neue SZ)

Vor einer Woche kam das Restaurant Rosengarten unter den Hammer. Neu gehört es nun dem Kanton. (Bild: Erhard Gick/Neue SZ)

Vor einer Woche hat der Kanton Schwyz den «Rosengarten» in Seewen ersteigert. Ruedi Gnos vom kantonalen Bauamt bekam im 28. Anlauf für 535'000 Franken den Zuschlag. Hinter dem Kauf des Kantons stünden laut Gnos strategische Interessen, um den Verkehrsfluss an der Bahnhofstrasse zu verbessern.

«Der Kanton hat kein grosses Interesse am Gebäude», betonte Ruedi Gnos am vergangenen Dienstag an der Medienkonferenz. «Ich ersteigerte das Objekt für das Tiefbauamt.» Eine Sanierung sei natürlich immer möglich, so Gnos. «Doch das ist eine Frage des Geldes und von Sinn oder Unsinn.»

Nicht zuoberst auf der Liste

Ende letzter Woche wurde nun aber Ruedi Fahrni, Abteilungsleiter Asyl- und Flüchtlingswesen, beim Betreten des Objekts gesichtet. Ist der Rosengarten also doch kein «Abbruchobjekt», wie es von vielen bezeichnet wird?

«Es stimmt, ich war da», gibt Fahrni unumwunden zu. Aber der Kanton habe im Moment absolut keinen Bedarf an Unterkünften für Asylbewerber. Die drei Zentren würden genügen. Er habe die Chance beim Schopf gepackt und sich im Rosengarten umgesehen. Das Gebäude sei nun mit vielen anderen Objekten zusammen auf seiner Liste, die dann zum Zug käme, wenn es die Situation erfordere. «Doch der Rosengarten ist aufgrund seines Zustands und der Kosten, die für eine Sanierung nötig wären, ganz sicher nicht zuoberst.»

Charly Keiser/bep

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