WOLLERAU/FREIENBACH: Entlastung für Wollerau und Freienbach

Die Schwyzer Gemeinden Wollerau und Freienbach wollen gemeinsam mit Bund und Kanton im Gebiet Höfe die Verkehrsprobleme entschärfen, die durch eine übermässige Verkehrs- und Bevölkerungsentwicklung entstanden sind.

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Fussweg entlang der SOB in Wollerau. (Bild Christoph Bachmann)

Fussweg entlang der SOB in Wollerau. (Bild Christoph Bachmann)

Die "Gesamtschau für eine nachhaltige Verkehrs- und Siedlungsentwicklung Höfe" ist am Montag präsentiert worden.

Laut einer Mitteilung des Schwyzer Baudepartements soll diese für die Gemeinden Voraussetzungen schaffen, die Dorfzentren aufzuwerten und den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr zu fördern. Aber auch die Wohn- und Lebensqualität zu sichern und zu verbessern.

Konkret geht es einerseits um die Umfahrung Pfäffikon, das städtebauliche Konzept wie auch die neue Strassenführung mit Einbindung des Seedamm-Centers in den Autobahnanschluss Pfäffikon. Andererseits um die Verlegung des Autobahnanschlusses Wollerau in die Region Öltrotte, den Zubringer Wilenstrasse mit dem Fällmistunnel und die Linienführung für die Spange Süd Wollerau.

Autobahnanschluss soll verlegt werden
Neben Gemeinde und Kanton wird bei dieser Gesamtschau auch der Bund beteiligt. Denn Ende 2007 bekräftigte er seinen Entscheid, den Autobahnanschluss Wollerau aus Sicherheitsgründen in das Gebiet Öltrotte zu verlegen. Dies hat zur Folge, dass die Linie anstatt durch das Gebiet Roos neu über die Autobahn direkt zum neuen Autobahnanschluss Öltrotte führt.

Mit dieser, im Verlgeich zur bisherigen, optimierten Lösung seien weniger Wohngebiete betroffen und die Lärm- und Schadstoffemissionen entland der Autobahn würden gebündelt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Zufahrt verliert dadurch ihren komunalen Charakter und wird somit zu einem Bundesprojekt.

Bund zahlt kräftig mit
Die Verlegung des Autobahnanschlusses in Wollerau und die veränderte Linienführung der Spange Süd finanziert vollumfänglich der Bund. Ausserdem beteiligt er sich mit 33,5 Mio. Fr. an den Gesamtkosten von 68 Mio. Fr. des Zubringers Wilenstrasse mit Fällmistunnel. Die restlichen 34,5 Mio. Fr. werden zwischen Kanton
(16,5 Mio. Fr.) und den Gemeinden Wollerau (16,2 Mio. Fr) und Freienbach (1,8 Mio. Fr.) aufgeteilt.

Die Gesamtkosten für die Umfahrung Pfäffikon belaufen sich auf 133 Mio. Fr. Davon übernimmt der Kanton 82,5 Mio. Franken, auf die Gemeinde Freienbach entfällt der Rest.

sda