Woran Camenzinds tüfteln

Die Seidenspinnerei Camenzind und Co AG in Gersau hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Verhandlungen mit Russland aber geben Anlass zu Hoffnung.

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Geschäftsleiter Mathias Camenzind steht hier in einer der Produktionshallen. (Bild: Andrea Schelbert / Neue SZ)

Geschäftsleiter Mathias Camenzind steht hier in einer der Produktionshallen. (Bild: Andrea Schelbert / Neue SZ)

Der Seidenspinnerei Camenzind und Co AG bläst seit längerem ein rauer Wind entgegen. Das Gersauer Unternehmen hat seit November 2010 Kurzarbeit angemeldet. Trotzdem durften die Verantwortlichen letzte Woche einen erfreulichen Moment erleben: Der Bezirk Gersau hat die Seidenspinnerei mit dem Wirtschaftsförderungs- und Innovationspreis 2011 ausgezeichnet.

Check vom König Marokkos

Die Geschwister Mathias und Nicole Camenzind führen die Firma zusammen mit Daniel Amstutz in fünfter Generation. Die 33 Mitarbeiter stellen jährlich zwischen 80 und 100 Tonnen Garn her. Rund 7 Millionen Franken werden so umgesetzt.

Hauptabnehmer sind Deutschland, Österreich, Frankreich, Kanada, USA und Mexiko. Man habe auch schon nach Marokko geliefert, und der Check sei vom König Mohammed VI. persönlich ausgestellt worden, berichtet Mathias Camenzind. Derzeit versuchen er und sein Team, im russischen Markt Fuss zu fassen. «Wir sind mit russischen Herstellern von Socken in Verhandlung. Sie sind sehr an unserem Garn interessiert.» Zudem ist die Spinnerei momentan damit beschäftigt, ein Garn herzustellen, das bei einer Länge von 300 Metern 1 Gramm wiegt.

Andrea Schelbert

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