WYLERBRÜCKE BEI BRUNNEN: Eine gute halbe Million Franken für 1,20 Meter

Beim Hochwasser von 2005 staute sich die Muota an der Wylerbrücke bei Brunnen. Durch die Anhebung der Brücke soll diese Gefahr künftig nicht mehr drohen.

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Gemeindepräsident Urs Koller vor der sanierten Wylerbrücke. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Gemeindepräsident Urs Koller vor der sanierten Wylerbrücke. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Die Bauarbeiten an der alten Wylerbrücke bei Brunnen sind abgeschlossen. Die Brücke liegt jetzt um 1,20 Meter höher über dem Wasserspiegel der Muota. Anhebung und Reparaturen am historischen Bauwerk kosteten 455'000 Franken.

«Wir haben Druck aufgesetzt», sagt Urs Koller rückblickend. Der Gemeindepräsident von Ingenbohl-Brunnen steht vor der angehobenen und sanierten Holzbrücke an der Strasse zum Aussenquartier Wylen. «Ohne unseren Druck wäre dieses Projekt auch in zehn Jahren noch nicht fertig», führt Koller weiter aus. Er schildert, wie sich im August 2005 an der Wylerbrücke das Hochwasser der Muota staute. Und wie damals nicht viel gefehlt hätte, dass das Muota-Wasser das Brunner Herti-Quartier überschwemmt hätte. Die Gemeinde setzte darum alle Hebel in Bewegung, damit die alte Holzbrücke angehoben wurde. Damit es künftig nicht mehr zu einem solch gefährlichen Stau kommt.

Vorfinanziert
Dem Vorhaben standen allerdings Hindernisse entgegen. Zunächst war da die Historie: Die alte Holzbrücke stammt aus dem Jahr 1716 und steht unter Denkmalschutz. Hinzu kommt, dass das Bauwerk laut Grundbuch dem Bezirk Schwyz gehört. Weil dem Gemeinderat Ingenbohl sehr viel an der Anhebung der Brücke lag, übernahm er die Federführung in der ganzen Angelegenheit. «Wir haben die ganze Sache auch vorfinanziert», sagt Koller. Darum sei das Projekt «für ein Projekt der öffentlichen Hand schnell realisiert worden».

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.