Zahnradbahn auf den Pilatus: Neue Triebwagen machen Umzonung nötig

Die Zahnradbahn auf den Pilatus wird saniert. Die Pilatus-Bahnen kaufen acht neue Triebwagen und passen daher die Tal- und Bergstation an. Dafür ist eine Umzonung in Alpnachstad nötig.

Drucken
Teilen
Die steilste Zahnradbahn der Welt: Im Bild die Kreuzungs- und Haltestelle Ämsigen der Zahnradbahn auf der gleichnamigen Alp. (Archivbild: Robert Hess)

Die steilste Zahnradbahn der Welt: Im Bild die Kreuzungs- und Haltestelle Ämsigen der Zahnradbahn auf der gleichnamigen Alp. (Archivbild: Robert Hess)

(sda) Der geplante Umbau der Talstation führe zu einer Vergrösserung des Volumens der Publikumsanlagen. Das sei nur möglich, wenn eine Einzonung der entsprechenden Fläche stattfindet, heisst es im Obwaldner Amtsblatt vom Freitag, das die Zonenplanänderung der Gemeinde Alpnach publizierte.

Ein Teilbereich des betroffenen Grundstücks soll in die Erlebniszone mit überlagerter Ortsbildschutzzone eingezont werden. Ein Stück Wald westlich der Talstation muss gerodet werden.

Die derzeit eingesetzten zehn Triebwagen stammten aus den 1930er- und 1960-er Jahren, sagte Direktor Godi Koch auf Anfrage. Sie werden durch acht neue Triebwagen ersetzt, gleichzeitig brauche es ein neues Betriebskonzept, das behindertengerecht sei. Dazu würden der Ein- und Ausstieg angepasst, was zu den baulichen Veränderungen führt.

Mit den neuen Wagen könne man schneller fahren, daher ist die Einführung eines Halbstunden-Takts geplant. Ab 2022 sollen die neuen Triebwagen fahrbereit sein. Zur Höhe der Investitionen machen die Bahnen derzeit noch keine Angaben. Zwei der alten Wagen werde man für Extrafahren behalten. Er hoffe, sagte Koch, dass zudem ein Wagen im Verkehrshaus zu stehen komme.

Das Gesuch zur Teilzonenplanänderung liegt bis am 5. November öffentlich auf. Am Ende muss die Gemeindeversammlung über die Umzonung befinden.

ALPNACHSTAD: Am Pilatus sollen neue Triebwagen her

Ein Ingenieurbüro erarbeitet eine Neukonzeption für die Zahnradbahn der Pilatusbahnen. Ab 2022 dürften neue Triebwagen den Berg hinauffahren – ob nostalgische oder moderne, ist allerdings noch offen.
Marion Wannemacher