ZENTRALSCHWEIZ: 14 Prozent – Obwalden trifft es am härtesten

Die Krankenkassenprämien steigen nächstes Jahr durch­schnittlich um 8,7 Prozent. Die Zentralschweizer Kantone bezahlen sogar noch mehr.

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Die Kosten im Gesundheitswe­sen steigen. (Bild EQ)

Die Kosten im Gesundheitswe­sen steigen. (Bild EQ)

Heute Donnerstag hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Krankenkassenprämien für das Jahr 2010 bekannt gegeben. Die Prämien für Erwachsene werden im kommenden Jahr in der obligatorischen Grundversicherung im Schnitt um 8,7 Prozent teurer.

Je nach Kanton bewegen sich die Erhöhungen zwischen 3,6 und 14,6 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit am Donnerstag bekannt gab. Überdurchschnittlich ist der Anstieg bei jungen Erwachsenen.

Hoher Prämienanstieg in der Zentralschweiz
Schweizweit am härtesten trifft es den Kanton Obwalden mit 14,6 Prozent mehr Prämien. Auch die anderen Zentralschweizer Kantone liegen deutlich über dem nationalen Schnitt: Uri (12,9), Schwyz (11,7), Luzern (11,1), Nidwalden (11,0) und Zug (10,5).

Der Wert von 8,7 Prozent für Erwachsenenprämien mit ordentlicher Franchise liegt etwas tiefer als ursprünglich vom BAG prognostiziert. Bei den Prämien für bis 18-Jährige beträgt die Erhöhung durchschnittlich zehn Prozent. Da viele Versicherer ihre Rabatte für junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren reduziert haben, müssen diese mit 13,7 Prozent einen überdurchschnittlichen Anstieg in Kauf nehmen.

Krankenkassen-Wechsel bis Ende November möglich
Die Prämienerhöhung für das kommende Jahr liegt unter dem im Frühjahr prognostizierten Wert. Das BAG begründete dies mit den vom Bundesrat beschlossenen Kostensenkungsmassnahmen im Medikamentenbereich. Zudem hätten sich die Finanzmärkte besser erholt als erwartet.

Die Krankenkassen müssen die Versicherten bis Ende Oktober über die neuen Prämien informieren. Diese haben dann bis Ende November Zeit, ihre bisherige Krankenkasse zu kündigen und zu wechseln oder ein neues Versicherungsmodell zu wählen.

ap