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ZENTRALSCHWEIZ: Betrüger missbrauchen Steuerverwaltung für ihre Geschäfte

Hunderte falsche Mails sind derzeit im Umlauf. Der angebliche Absender ist die Eidgenössische Steuerverwaltung. Die Betrüger locken mit Steuerrückzahlungen und wollen an sensible Daten – der Bund reagiert.

Treffen kann es jeden. Vor einigen Wochen waren es Kunden der UBS, die im Namen der Grossbank ein gefälschtes Mail erhielten. Die Betrüger versuchten, an sensible Daten zu gelangen. Diese Woche hat die Swisscom auf ihrer Facebook-Seite vor Phishing-E-Mails gewarnt. Und nun haben Betrüger auch die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) im Visier.

Hunderte Personen, auch aus der Zentralschweiz, haben in den vergangenen Tagen ein Mail erhalten – angeblich von der ESTV. Darin steht unter anderem: «Nach den letzten Berechnungen der jährlichen steuerlichen Tätigkeit haben wir festgestellt, dass Sie Anspruch auf eine Steuererstattung erhalten sollen.» Um die Rückzahlungen – meist in der Höhe von 300 bis 400 Franken – zu erhalten, wird man höflich aufgefordert «das Steuerformular im Anhang zu dieser E-Mail» auszufüllen. Wer den Anhang öffnet, wird gebeten, neben dem Namen, der Adresse und dem Geburtsdatum auch Angaben zu seiner Kreditkarte zu machen – inklusive Sicherheitscode. Der Absender verspricht, in «3-5 Werktagen» den Auftrag zu bearbeiten.

Vertrauliche Daten werden nur per Brief mitgeteilt

Bei den versandten Mails, die mit dem Logo der Schweizerischen Eidgenossenschaft versehen sind, handelt es sich um einen klassischen Fall von Phishing, wie die Medienstelle der Eidgenössischen Steuerverwaltung bestätigt. Das Perfide daran: Die Fake-Mails sehen einem echten Mail täuschend ähnlich. «Man sieht ihnen nicht direkt auf den ersten Blick an, dass es Betrugs-Mails sind», sagt Joel Weibel, Mediensprecher der ESTV. Auch darum habe man schon vor einigen Wochen auf der eigenen Website einen entsprechenden Hinweis platziert, um Bürger vor den Betrügern zu warnen. Denn bereits Anfang des Jahres wurden im Namen der ESTV Phishing-Mails verschickt. Nun scheint es, dass die Betrüger in den vergangenen Tagen einen neuen Anlauf gestartet haben. Wie viele Nachrichten seither versandt worden sind, darüber kann Weibel nur spekulieren. Es dürften mindestens einige hundert sein. «Wir raten allen davon ab, auf die Mails zu reagieren. Der einfachste Weg ist, sie zu ignorieren und zu löschen.» Die Eidgenössische Steuerverwaltung habe die notwendigen Schritte eingeleitet – «die entsprechenden Stellen beim Bund» befassen sich mit dem Fall, so Weibel. Erfahrungen zeigen aber, dass es äusserst schwierig ist, solche Betrügereien aufzuklären. Häufig operieren die Hintermänner aus dem Ausland.

Klar ist: Auf Steuerrückzahlungen macht die Eidgenössische Steuerverwaltung nie mittels E-Mail aufmerksam. Vertrauliche Daten werden ausschliesslich in brieflicher Form und unter Angabe der Dossiernummer den Steuerpflichtigen mitgeteilt, heisst es bei der ESTV.

Christian Hodel

christian.hodel@luzernerzeitung.ch

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