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ZENTRALSCHWEIZ: Den regionalen Skigebieten schmilzt die Arbeit weg

Viele Anlagen in den regionalen Skigebieten sind ausser Betrieb. Darunter leiden die temporär Angestellten.
Yasmin Kunz
Viel zu wenig Schnee: Im Entlebucher Skigebiet Marbachegg auf rund 1500 Metern über Meer sind derzeit alle Skilifte geschlossen. (Bild Pius Amrein)

Viel zu wenig Schnee: Im Entlebucher Skigebiet Marbachegg auf rund 1500 Metern über Meer sind derzeit alle Skilifte geschlossen. (Bild Pius Amrein)

Ein Blick auf das Entlebucher Skigebiet Marbachegg zeigt vor allem eines: viel grüne Fläche. Auf der Marbachegg, knapp 1500 Meter über Meer, sind seit Beginn der Wintersaison alle Skilifte geschlossen. Die Gondelbahn und das Berggasthaus sind jedoch täglich offen. Der fehlende Schnee hat Auswirkungen auf die Angestellten: Ein Grossteil der Mitarbeiter in Skigebieten ist nämlich im Stundenlohn angestellt. Das heisst: Wenn der Betrieb reduziert ist, haben diese Personen wenig bis keine Arbeit – und erhalten auch keinen Lohn.

In Graubünden haben etwa ein Dutzend Bergbahnen und Tourismusbetriebe bei den Behörden Kurzarbeit angemeldet (Ausgabe vom Donnerstag). Das Gleiche droht auch auf der Marbachegg. Conny Lustenberger, Marketingverantwortliche der Sportbahnen Marbach, sagt: «Wenn das Wetter weiterhin so bleibt, ziehen wir in Betracht, Kurzarbeit einzuführen. Aktuell werden rund 30 Sai­sonniers nicht aufgeboten und erhalten demnach auch keinen Lohn.»

Arbeit auf Abruf ist nicht geregelt

In der Schweiz ist Arbeit auf Abruf nicht besonders geregelt, sagt Thomas Geiser, Professor für Privat- und Handelsrecht an der Universität St. Gallen. Es komme darauf an, was vertraglich vereinbart worden sei. Grundsätzlich gelte die Vertragsfreiheit auch im Ar­beitsrecht. «Allerdings bedeutet Stundenlohn nicht, dass keine Ansprüche bestehen. Vielmehr muss auch bei solchen Verträgen genauer hingesehen werden, was vereinbart ist», betont er.

Weniger prekär als auf der Marbach­egg ist die Lage auf der 1600 Meter über Meer liegenden Klewenalp. Dort sind von 14 Anlagen 12 in Betrieb. Sepp Odermatt, Geschäftsführer der Bergbahnen Beckenried-Emmetten AG, sagt, dass von 60 Saisonniers auf der Klewen­alp 4 derzeit keine Beschäftigung und keinen Lohn haben. Sobald die Anlagen wieder in Betrieb seien, würden diese Personen eingesetzt.

Auch im Skigebiet Titlis kann man aktuell alle Mitarbeiter beschäftigen, wie Peter Reinle, Leiter Marketing der Titlis-Bergbahnen, sagt. «Wir haben Vollbetrieb und verzeichnen diesen Dezember gar mehr Gäste als im Vorjahr zu dieser Zeit.» Die Titlis-Bergbahnen beschäftigen 275 Festangestellte. Zusätzlich arbeiten 105 Personen im Stundenlohn. Ist etwa eine Anlage ausser Betrieb, wird das Personal andersweitig eingesetzt. Reinle macht ein Beispiel: «Einige Gäste wissen noch nicht, wo sie bei der neuen Gondel ein- und aussteigen müssen, darum macht es Sinn, wenn wir da mehr Personal einsetzen.»

Mehr Gäste auf Melchsee-Frutt

Beinahe Vollbetrieb herrscht auf Melchsee-Frutt. Alle rund 100 Mitarbeiter würden arbeiten, sagt Daniel Dormann, interimistischer Geschäftsführer der Sportbahnen. Die Verträge mit den Mitarbeitern seien «so ausgestaltet, dass diese ihre vertraglich abgemachten Arbeitsstunden über die Wintersaison auch leisten können». Im Vergleich zum Vorjahr zähle man mehr Gäste, da die Schneeverhältnisse «um einiges besser» seien.

Cornelia und Franz Reichmuth aus Ruswil mit ihrem Hund Lucky geniessen die perfekten Bedingungen auf der Marbacheregg. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Sonnenbrille ist Pflicht: Valerie Hafner aus Ruswil geniesst die prächtige Aussicht, im Hintergrund die Schrattenfluh. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Ein Blick auf das Entlebucher Skigebiet Marbachegg zeigt vor allem eines: viel grüne Fläche. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Zahlreiche Wanderer waren auf der Marbacheregg anzutreffen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Selten konnte zwischen Weihnachten und Neujahr so viel Sonne getankt werden. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Passanten geniessen die warmen Temperaturen an der Reuss in der Stadt Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Kevin Rüegg, Jael Stettler, Alina Rüegg und Jonas Stettler spielen in Zug am See. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Das frühlingshafte Wetter lockt die Passanten an den Zugersee. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)
Abendrot über dem Zugersee (Bild: Leser Daniel Hegglin)
Ein Christbaum auf dem grossen Mythen - das gibts nicht alle Jahre (Bild: Leserin Priska Arnold)
Morgenstund hat Gold im Mund. Wunderbare Morgenstimmung in Knutwil. (Bild: Leserin Hedy Gasser)
Rickhubel auf dem Glaubenberg. (Bild: Leserin Marianne Schmid)
Sonnenaufgang in Grosswangen (Bild: Leserin Hedy Muff-Ruckli)
Golden glänzt die Stadt Luzern (Bild: Leser Franz Ulrich)
Morgenstimmung mit der im Jahre 1854 erbauten Pfarrkirche von Rain (Bild: Leser Xaver Husmann)
Der letzte Vollmond im Jahr 2015, aufgenommen in Küssnacht. (Bild: Leser Gusti Weixler)
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Kaiserwetter über die Festtage

Sörenberg: Fixer Lohn für Saisonniers

Die Bergbahnen des Skigebiets Sörenberg zählen rund 30 Festangestellte, etwa 30 bis 40 Saisonniers und 50 Personen, die im Stundenlohn arbeiten. Von den Saisonniers können aktuell 12 Personen keine Arbeit ausführen. Karl Lustenberger, Direktor der Bergbahnen Sörenberg, sagt: «Diese Angestellten haben einen fixen Monatslohn. Die 12 Mitarbeiter, die derzeit nicht arbeiten können, beziehen ihre Frei- und Ferientage.» Die im Stundenlohn angestellten Mitarbeiter kommen je nach Bedarf zum Einsatz. Lustenberger sagt zur aktuellen Situation: «Es ist noch zu früh, um nervös zu werden. Der Schnee kommt bestimmt noch.»

Carolina Ruegg, Direktorin von Sörenberg Flühli Tourismus, sagt zur aktuellen Situation: «Entgegen allen Annahmen kommen viele Feriengäste zum Skifahren. Mehr als die Hälfte der Lifte und alle Hotel- und Restaurantbetriebe sind offen. Es fehlen aber sicher die vielen Tagesgäste.»

Im Skigebiet Sattel-Hochstuckli sind derzeit drei von sechs Anlagen geöffnet, trotzdem sind gemäss Simon Zobrist, Geschäftsführer der Sattel-Hochstuckli AG, nur wenige der rund 40 Mitarbeiter, die in verschiedenen Teilzeitmodellen arbeiten, nicht im Einsatz. «Wir können auf Grosswetterlagen flexibel reagieren. In dieser Situationen haben wir die wintertaugliche Tubing-Bahn wieder in Betrieb genommen. Und die Panorama- Rundwege stehen unseren Gästen immer zur Verfügung.»

Yasmin Kunz

Die Schneesituation in den Skigebieten finden Sie unter www.luzernerzeitung.ch/schneebericht

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