ZENTRALSCHWEIZ: Die Kantone prüfen ein Feuerverbot

So trocken war es schon lange nicht mehr. In den letzten Tagen ist es bereits zu ersten Bränden gekommen. Und ein Ende der Trockenheit ist nicht in Sicht.

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Bräteln im Freien ist derzeit gefährlich. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Bräteln im Freien ist derzeit gefährlich. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Seit zwei Monaten hat es in der Zentralschweiz nicht mehr lang anhaltend geregnet. Wiesen und Wälder sind inzwischen völlig ausgetrocknet. Kein Wunder also, dass es im Kanton Obwalden in den letzten Tagen gleich zu mehreren Flur- und Wurzelstockbränden gekommen ist.

Auch in Uri, genauer in Schattdorf, hat sich am Samstag ein Schwelbrand durch das Unterholz gefressen und eine Fläche von 20 Quadratkilometer entzündet. Weil die Feuerwehren in allen Fällen schnell vor Ort waren, konnten grössere Schäden verhindert werden.

Bisher noch keine Wasser-Versorgungsengpässe
Auch in den anderen Zentralschweizer Kantonen ruft man zur Vorsicht beim Umgang mit Feuer auf und zählt darauf, dass Ausflügler ihre Grillfeuer gut löschen und keine Zigaretten wegwerfen. Ein generelles Feuerverbot wollen die Kantone vorerst noch nicht ausrufen. «Wenn sich die Situation aber nicht ändert, müssen wir ein solches Verbot ins Auge fassen», sagt Stefan Lienert, stellvertretender Schwyzer Kantonsförster.

Im Zuger «Alpli» wurde am Wochenende bereits das Trinkwasser knapp, die Feuwerwehr musste Nachschub besorgen. Im ganzen Kanton Zug zwar die Quellschüttungen um etwa die Hälfte im Vergleich zur üblichen Herbstmenge zurückgegangen, Versorgungsengpässe werde es darum aber nicht geben.

Corinne Schweizer/Neue LZ; Roger Wetli/Neue ZZ

Ausführliche Artikel zum Thema lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und der Neuen Zuger Zeitung.