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ZENTRALSCHWEIZ: Endlich Schnee! Tourismusregionen atmen auf

Pünktlich zum Weihnachtstag hatte Petrus ein Einsehen mit den Wintersportlern und Bergbahnbetreibern: In höheren Lagen hats ordentlich geschneit. Seit Samstag hat der Winter nun auch das Flachland fest im Griff.
Pascal Imbach
Endlich ist sie da, die Winteridylle, auf die Einheimische und Touristen so lange gewartet haben: Blick auf den Eugenisee in Engelberg. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Endlich ist sie da, die Winteridylle, auf die Einheimische und Touristen so lange gewartet haben: Blick auf den Eugenisee in Engelberg. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Bilder vom Weltcup-Skispringen in Engelberg vom vergangenen Wochenende sind noch präsent: Abgesehen von der Schanzenanlage, die im Vorfeld aufwendig beschneit und präpariert werden musste, war das ganze Dorf komplett grün. Keine Spur von Schnee im Obwaldner Wintersportort. Jetzt, eine Woche später, sieht es ganz anders aus. Am Weihnachtstag begann es gegen Abend zu schneien, die ganze Nacht durch hielten die Niederschläge mehr oder minder intensiv an. Wer am Stephanstag morgens aus dem Fenster schaute, der fand das Dorf dann schliesslich so vor, wie man es sich um diese Jahreszeit wünscht: schneebedeckt, weiss, winterlich.

Jetzt auch im Flachland Schnee

So wie in Engelberg war es am 25. und 26. Dezember in zahlreichen Regionen der Zentralschweiz: Bis und mit Freitag schneite es in den höher gelegenen Gebieten teils intensiv. Gestern Samstag dann erreichte die weisse Pracht dann auch das Flachland. Und die höher gelegenen Gebiete wurden mit Neuschnee regelrecht überhäuft. In den Skigebieten reibt man sich die Hände. «Wir sind zwar in der glücklichen Lage, dass oberhalb des Trübsees schon seit einem Monat skigefahren werden kann, aber es hatte halt schon nicht viel Schnee die letzten Wochen», sagt Peter Reinle, Medienchef der Titlis-Bergbahnen. Jetzt sei die Saison aber definitiv lanciert. «Wir sind zuversichtlich, dass wir bereits zu Silvester die Talabfahrt eröffnen können.» Die Arbeiten an den Pisten seien seit Freitag in vollem Gang, so Reinle.

Ins Wasser gefallen

Noch mehr als in den grossen Skigebieten wie Engelberg oder Andermatt hat man den Schnee in kleineren Wintersportregionen herbeigesehnt. Denn hier fiel ein Grossteil der bisherigen Saison buchstäblich ins Wasser. In Sörenberg beispielsweise beschränkte sich das Angebot bislang auf eine improvisierte Schlittelpiste, an Skifahren war nicht zu denken. «Wir haben wirklich ‹geplangt› auf den Schnee und sind glücklich, dass es jetzt losgeht», sagt Karl Lustenberger, Chef der Bergbahnen Sörenberg. Je nach dem, wie viel Schnee in der Nacht noch fällt, können in Sörenberg bereits heute Sonntag erste Anlagen den Betrieb aufnehmen. «So können wir wenigstens eine von zwei Schulferienwochen noch halbwegs retten.» Ähnlich denkt man auch in zahlreichen anderen Gebieten, etwa auf der Klewenalp. «Sobald es richtig schneit sind wir bereit», sagt Sepp Odermatt, Chef der Bergbahnen Klewen-alp-Stockhütte. Ob der Startschuss für die Skifahrer und Snowboarder bereits heute Sonntag fallen kann, hängt aber nicht nur von der Schneemenge ab, sondern auch vom Wind und der Lawinengefahr, sagt Odermatt. «Wir hoffen natürlich das Beste!»

Es kommt noch mehr

Die Hoffnung scheint – zumindest was die kurzfristigen Aussichten betrifft – berechtigt, wie Claudia Stocker von SRF Meteo auf Anfrage sagt. «Ab morgen Montag wird es sehr kalt. Es stehen uns einige Eistage bevor.» Tage also, an denen die Temperaturen auch im Flachland nicht über den Gefrierpunkt steigen. «Für Luzern rechnen wir mindestens bis Silvester mit Tageswerten von minus drei bis minus fünf Grad», sagt sie. Auf dem Pilatus sinken die Temperaturen gar auf bis zu minus elf Grad. Ideale Bedingungen also für die Wintersport- Gebiete: Der vorhandene Schnee bleibt somit erhalten, und die Beschneiungsanlagen können auf Hochtouren arbeiten.

Im Flachland scheint es das mit den Schneefällen vom Wochenende aber gewesen zu sein. «Bis Ende Woche rechnen wir nur noch mit wenig Niederschlag», sagt Stocker. Nur vereinzelt wird es da und dort ein paar Flocken geben. Den Wintersportorten dürfte diese eher zurückhaltende Prognose ziemlich egal sein – im Gegenteil: Sie freuen sich derzeit über jeden zusätzlichen Zentimeter.

Pascal Imbach

So viel Schnee liegt in den Skigebieten

ÜBERSICHT red. Je nach Schneefall können sich die Angaben bis heute Sonntag verändert haben. Hier eine (nicht abschliessende) Übersicht über einige Skigebiete; Stand Samstagnachmittag*.

  • Engelberg-Titlis: bis 1,75 m Schnee in der Höhe, ca. 25 cm im Dorf.
  • Sörenberg: rund 30 cm auf den Pisten, ca. 5 bis 10 cm im Dorf.
  • Andermatt Ski-Arena: bis 2,90 m in der Höhe, rund 10 cm im Dorf.
  • Klewenalp: bis 25 cm auf den Pisten, im Dorf keine Angabe.
  • Dallenwil-Wirzweli: 10 cm auf den Pisten, ca. 5 cm im Ort.
  • Sattel-Hochstuckli: rund 10 cm auf den Pisten, 5 cm im Ort.
  • Melchsee-Frutt: rund 90 cm auf den Pisten, 70 cm im Ort
  • Hoch-Ybrig: rund 40 cm auf den Pisten, 10 bis 15 cm im Ort
  • Giswil-Mörlialp: 25 cm auf den Pisten und im Ort.
  • Stoos: rund 30 cm auf den Pisten, 10 cm im Ort.

* Aktuelle Angaben der lokalen Meldestellen auf: www.luzernerzeitung.ch/schneebericht

Wolfenschiessen (Bild: Keystone)
Wolfenschiessen (Bild: Keystone)
Engelberg im weissen Kleid. Das Bild stammt vom 27. Dezember. (Bild: Dominik Wunderli)
Ron und Stefanie Giger bauen zusammen mit Ronny Asenico (von links) einen Schneemann auf dem verschneiten Langis. (Bild: Corinne Glanzmann)
Auch Rennen macht Spass: Lagerteilnehmer im Langis sind für einmal zu Fuss statt auf den Langlaufski für den Biathlon unterwegs. (Bild: Corinne Glanzmann)
Beckenried (Bild: Leserbild Regina Aeppli)
Ballwil (Bild: Leser Willy Birrer)
Sempach (Bild: Leserin Priska Ziswiler)
Emmen (Bild: Leser Heinrich Inderbitzin)
Geuensee (Bild: Leserin Corinne Schnyder)
10 Bilder

Endlich ist der Winter da

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