ZENTRALSCHWEIZ: Feuern im Wald bleibt verboten

Der Regen der letzten Tage hat die Situation im Wald nicht entschärft. Grillieren im und am Wald bleibt in der Zentralschweiz verboten – mit Ausnahme im Kanton Zug.

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Picknick-Platz am Waldrand bei Stans: Auch hier ist das Grillieren verboten. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Picknick-Platz am Waldrand bei Stans: Auch hier ist das Grillieren verboten. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Die Waldbrandgefahr in den Zentralschweizer Kantonen ist nach wie vor gross. Der Regen vom Wochenende vermochte die Situation kaum zu verbessern, schreibt die Luzerner Staatskanzlei in einer Mitteilung. Weil es heiss ist, verdunstet das Wasser sehr schnell. Zudem sei in dichten Wäldern das Wasser kaum bis auf den Boden gelangt.

Kaum Regen in Sicht

Die Meteorologen erwarten in den nächsten Tagen keine grösseren Niederschlagsmengen. Für eine Entschärfung bedarf es jedoch einer intensiven Regenphase von mindestens zwei Tagen. Deshalb bleibt das Feuerverbot in Wäldern und in der Nähe von Wäldern verboten (siehe Box). Das Verbot gilt für die Kantone Luzern, Nidwalden, Obwalden, Schwyz und Uri. Im Kanton Zug haben die Behörden das Feuerverbot am 4. August aufgehoben (wir berichteten).

Achtung Borkenkäfer

Die warmen Temperaturen und die Trockenheit führen auch bei Bäumen zu einer Stresssituation. So könnten Laubbäume vorzeitig ihre Blätter verlieren. Bei Fichten (Rottannen) erhöht sich das Risiko, dass Borkenkäfer die Bäume heimsuchen, denn für die Entwicklung von Borkenkäfern sei das warme Wetter äusserst günstig. «Es ist wichtig, dass die Waldeigentümer ihre Fichtenbestände gut im Auge behalten und auf Borkenkäferbefall kontrollieren», schreibt der Kanton weiter.

Feuerverbot: Das gilt es zu beachten

  • Im Wald und in Waldesnähe bleibt es verboten, Feuer zu entfachen, zu grillieren und Streichhölzer oder Raucherwaren fortzuwerfen. Dies gilt auch für Feuerstellen, in Feuerschalen oder mit Einweggrills.
  • Das Steigenlassen von «Heissluftballonen / Himmelslaternen» (gekaufte oder selbstgebastelte), welche durch offenes Feuer angetriebenen werden, ist generell verboten.
  • Für das Entfachen von Feuern sowie das Abbrennen von Feuerwerkskörpern muss ein Abstand von 200 Metern zum Wald eingehalten werden. Die auf Feuerwerkskörpern aufgedruckten Sicherheitsabstände sind noch zu vergrössern.
  • Die Bevölkerung ist aufgerufen, mit Feuer im Freien (auch im Siedlungsgebiet) sorgfältig umzugehen und insbesondere Feuer nie unbeaufsichtigt zu lassen.
  • Ausgenommen vom Verbot ist das Grillieren in Gärten oder auf Balkonen (mit Gas- oder Holzkohlegrills sowie in festen Cheminées).

Hinweis: Weitere Infos auf www.waldbrandgefahr.ch. Aktuelle Wetterprognosen auf www.luzernerzeitung.ch/wetter

Mehr zur Trockenheit am 11. August in der Neuen LZ.

pd/rem

Die Gefahrenkarte vom Montag, 10. August 2015. (Bild Waldbrandgefahr.ch)

Die Gefahrenkarte vom Montag, 10. August 2015. (Bild Waldbrandgefahr.ch)