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ZENTRALSCHWEIZ: Fremdsprachen: Der Druck steigt

Zwei Fremdsprachen in der Primarschule – dieses Modell gerät zunehmend ins Wanken. Drei der sechs Zentralschweizer Bildungsdirektoren stehen unter Zugzwang
Alexander von Däniken
Symbolbild: Eine Primarschülerin schreibt Sätze auf Englisch an die Tafel. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Symbolbild: Eine Primarschülerin schreibt Sätze auf Englisch an die Tafel. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Gezielt wird vor allem auf das Frühfranzösisch. Aus Sicht von vielen Lehrern und Eltern überfordert dieses –nebst dem Frühenglisch – die Kinder. Nur noch eine statt zwei Fremdsprachen in der Primarschule: Im Kanton Nidwalden soll in diesen Tagen eine Volksinitiative mit diesen Ziel lanciert werden. Gleich läuft es auch im Kanton Luzern, wo das Anliegen vom Lehrerverband massgeblich mitgetragen wird. Und auch in Zug muss sich der Bildungsdirektor nun unbequemen Fragen der Parlamentarier stellen.

Der Druck auf die Fremdsprachen in der Primarschule steigt also weiter. Für Beat W. Zemp, Präsident des Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, ist klar, dass ein «erheblicher Teil» der Primarschüler derzeit mit zwei Fremdsprachen überfordert ist. Auch darum sagt er: «Das Urner Modell ist eine interessante Variante, die prüfenswert ist.» Im Kanton Uri kann die zweite Fremdsprache freiwillig gewählt werden.

Luzerner Lehrer: «Druck aufrecht halten»

Der Luzerner Lehrerverband will die Debatte mit einer Initiative bis Bundesbern tragen. Der nationale Verband will vorerst darauf drängen, bis 2015/16 die grundsätzlichen Bedingungen für den Primar-Fremdsprachenunterricht zu verbessern, sprich: mehr Lektionen einzuführen. Annamarie Bürkli, Präsidentin des Luzerner Lehrerverbandes, kann das Vorgehen nachvollziehen: «Trotzdem ist es wichtig, den Druck auf die Erziehungsdirektoren aufrecht zu erhalten.»

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