ZENTRALSCHWEIZ: Fünf Luzerner Feuerwehren nach Unwetter im Einsatz

Ein Unwetter hat im Kanton Luzern am Dienstagabend mehrere Keller unter Wasser gesetzt und Strassen überschwemmt. In Obwalden war die Lage am Vortag um einiges schlimmer.

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Oberhalb Littaus schlagen zwei Blitze ein. (Bild: Leserbild Ido Gerschoni)

Oberhalb Littaus schlagen zwei Blitze ein. (Bild: Leserbild Ido Gerschoni)

Insgesamt gingen bei der Luzerner Polizei rund zwanzig Meldungen über Schäden ein. Fünf Feuerwehren standen im Einsatz. Besonders betroffen war die Gemeinde Malters. Aber auch in Luzern, Schwarzenberg, Rothenburg und Neuenkirch kam es zu Einsätzen, wie ein Sprecher der Luzerner Polizei auf Anfrage sagte. Verletzt wurde niemand.

In Malters war vor allem der südliche Dorfteil von den Unwetterschäden betroffen, sagte Erich Brühlmann, der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Malters-Schachen. Die Kantonsstrasse Malters-Blatten und die SBB-Unterführung Blatten seien zeitweise nur beschränkt befahrbar gewesen. «Unserseits mussten Keller, Tiefgaragen, Liftschächte abgepumpt und Strassen signalisiert, beziehungsweise überwacht werden», führte er weiter aus. In Malters waren 76 Feuerwehrleute während 4 Stunden im Einsatz. Am Mittwoch wurden noch kleine Folgeeinsätze geleistet.

Bauernhaus fängt Feuer

Dramatischer war die Situation tags zuvor im Kanton Obwalden. Die kräftigen Hitzegewitter  hatten die Feuerwehren von Sarnen, Lungern und Giswil auf Trab gehalten. In Stalden schlug der Blitz in ein Bauernhaus aus Holz ein. Aufgeschreckt durch einen lauten Knall, schauten die Bewohner im oberen Stock nach, wo sie das Feuer entdeckten und selber unter Kontrolle bringen konnten. Die alarmierte Feuerwehr untersuchte das Holzhaus auf allfällige Glutnester. Es entstand ein beträchtlicher Sachschaden, eine Bewohnerin musste mit Rauchvergiftungen ins Spital eingeliefert werden, wie Marco Niederberger, Leiter der Verkehrs- und Sicherheitspolizei Obwalden, auf Anfrage sagte.

Blitz löst Einbruchalarme aus

In Lungern und Giswil traten Bäche wegen der heftigen Regenfälle über die Ufer. Zwischen Tschorrenrank und Steinlaui in Lungern verschüttete ein Bach die Brünigstrasse. Der Blitz löste laut Niederberger in Sarnen, Giswil und Lungern diverse Einbruchalarme aus, auch bei Bankfilialen. In Giswil drang Wasser in mehrere Keller ein.

In Nidwalden ist der Strom am Montag um etwa 19.30 Uhr  in Teilen von Beckenried und Emmetten während sieben Minuten ausgefallen. Dies, weil ein Blitz in eine Leitung eingeschlagen hatte, wie das Elektrizitätswerk Nidwalden auf Anfrage informierte.

sda/map

Die Feuerwehr musste in Malters Keller und Tiefgaragen auspumpen. (Bild: Feuerwehr Malters-Schachen)

Die Feuerwehr musste in Malters Keller und Tiefgaragen auspumpen. (Bild: Feuerwehr Malters-Schachen)

Der östliche Dangelbach wurde mit Notmassnahmen gesichert. (Bild: Feuerwehr Malters-Schachen)

Der östliche Dangelbach wurde mit Notmassnahmen gesichert. (Bild: Feuerwehr Malters-Schachen)

Wasser fliesst über die Luzernstrasse und die Schützenhausstrasse. (Bild: Feuerwehr Malters-Schachen)

Wasser fliesst über die Luzernstrasse und die Schützenhausstrasse. (Bild: Feuerwehr Malters-Schachen)