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ZENTRALSCHWEIZ: Gewaltig starker Föhnsturm fegt über die Zentralschweiz

Ein Tief vom Atlantik beschert unserer Region Windspitzen von bis zu 150 Kilometern in der Stunde. Auch in den kommenden Tagen bleibt es luftig.
Alexander von Däniken
Laub und Äste werden während einem Föhnsturm am Urnersee von den Wellen ans Ufer geschwemmt. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Brunnen, 7. Februar 2016))

Laub und Äste werden während einem Föhnsturm am Urnersee von den Wellen ans Ufer geschwemmt. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey (Brunnen, 7. Februar 2016))

Am Samstagvormittag wird es windig – und wie. In den Tälern bläst der Föhnsturm mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Auf den Bergen werden 130 bis 160 km/h gemessen werden, wie Urs Graf von Meteo Schweiz sagte. «An exponierten Lagen wie auf dem Titlis werden wohl 150 km/h erreicht. Aber auch im Urner Reusstal bläst der Wind mit 120 bis 130 Stundenkilometern», führt der Meteorologe aus. Zum Vergleich: Die höchste Windgeschwindigkeit auf dem Titlis der letzten zehn Jahre hat 167 km/h betragen – also gerade einmal 17 km/h mehr als für Samstagmorgen erwartet.

Meteo Schweiz hat darum eine Gefahrenwarnung herausgegeben. Entlang der Schweizer Alpen bis hinauf an den Bodensee herrscht Stufe 3. Im Urner Oberland, in Flüelen und Unterschächen sowie zwischen Gersau und Engelberg gibt es die Stufe 4. Das heisst vor allem, dass im Urnersee höhere Wellen erwartet werden.

1983 blies der Wind auf dem Gütsch mit 200 km/h

Urs Graf erinnert sich an das Jahr 1983, als Mitte Dezember auf dem Gütsch oberhalb von Andermatt Windspitzen von über 200 Kilometern in der Stunde ge­messen worden sind. «Die jetzige Wetterlage ist mit jener von damals durchaus vergleichbar.»

Konkret zieht heute Freitag ein Tief unter Verstärkung vom östlichen Nordatlantik nach Irland und dehnt sich gleichzeitig zur Iberischen Halbinsel aus. Auf seiner Vorderseite – die am Samstagmorgen die Schweiz erreicht – stellt sich in der Folge im Alpenraum eine markante Föhnlage ein. «In der zweiten Tageshälfte erreicht eine Kaltfront aus Westen die Alpennordseite und beendet die stürmische Föhnphase», sagt Graf.

Windstill wird es allerdings auch in den nächsten Tagen nicht. «Die Wetterlage bleibt labil. Es ist immer wieder mit starken Winden zu rechnen», kündigt der Meteorologe an. Das zeigt sich auch an den Wetterprog­nosen der kommenden Tage. Am Sonntag ist es in Luzern bewölkt und teilweise sonnig bei 9 Grad, am Montag dürfte sich die Sonne nicht mehr zeigen – und am Dienstag wird bei maximal 7 Grad Schneeregen erwartet.

Alexander von Däniken

alexander.vondaeniken@luzernerzeitung.ch

Windspitzen auf drei Zentralschweizer Gipfeln

Maximale Böe seit Messbeginn (km/h):

Gütsch ob Andermatt: 226 km/h (17.12.1983)
Pilatus: 168 km/h (5.1.2012)

Maximale Böe im März seit Messbeginn:

Gütsch ob Andermatt: 193 km/h (22.3.2001)
Pilatus: 157 km/h (1.3.2008)

Maximale Böe im März 2007 - 2017:

Gütsch ob Andermatt: 157 km/h (26.3.2010)
Pilatus: 157 km/h (1.3.2006)
Titlis: 157 km/h (1.3.2006)

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Die Prognose von Meteo Schweiz um 16.50 Uhr. (Bild: meteoschweiz.ch)

Die Prognose von Meteo Schweiz um 16.50 Uhr. (Bild: meteoschweiz.ch)

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