ZENTRALSCHWEIZ: Grippewelle flaut ab - ausser in der Zentralschweiz

Die Zahl der Grippefälle in der Schweiz nimmt weiter ab. Trotzdem ist das Virus noch immer in allen Regionen weit verbreitet. Mit Ausnahme der Innerschweizer Kantone zeigt der Trend überall sinkende Grippezahlen an.

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In der Zentralschweiz ist die Grippewelle noch nicht überstanden. (Symbolbild LZ)

In der Zentralschweiz ist die Grippewelle noch nicht überstanden. (Symbolbild LZ)

In der vergangenen Woche waren die 30- bis 64-Jährigen am stärksten von der Grippe betroffen, wie das neuste Bulletin des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom Mittwoch auswies. In dieser Altersgruppe wurden 294 grippebedingte Arztbesuche pro 100'000 Einwohner registriert.

Auch die 15- bis 29-Jährigen konsultierten mit 228 Besuchen pro 100'000 Einwohner noch relativ häufig einen Arzt. Über alle Altersgruppen hinweg nahm die Grippeaktivität stark ab: Hochgerechnet 233 grippebedingte Arztbesuche standen 307 Konsultationen aus der Vorwoche gegenüber.

Der Epidemie-Schwellenwert liegt für die aktuelle Grippesaison bei 70 Verdachtsfällen pro 100'000 Einwohner. Die Grippezahlen liegen seit neun Wochen über diesem Wert - in weiterhin allen Regionen der Schweiz.

Mehr Fälle in der Innerschweiz

Auffallend ist, dass in den Kantonen LU, NW, OW, SZ, UR und ZG die Grippezahlen gegenüber der Vorwoche wieder stark angestiegen sind. Mit 333 Arztbesuchen pro 100'000 Einwohner ist die Innerschweiz nun am stärksten vom Virus betroffen. Auch das Tessin und Graubünden verzeichnen weiterhin hohe Grippezahlen (313 Arztbesuche pro 100'000 Einwohner). Dort ist der Trend wie in den übrigen Regionen aber sinkend.

Die Grippewelle kann in der Bevölkerung - bei der Altersgruppe ab 65 Jahren - zeitweise zu einer höheren Sterblichkeit führen als im Winter üblich, schrieb das BAG. Diese so genannte Übersterblichkeit ist 2015 bisher in den Wochen 3 bis 8 festzustellen.

sda