ZENTRALSCHWEIZ: In den Gefängnissen wird es immer enger

Die Gefängnisse in der Region sind platzmässig am Limit. Darum müssen gar Haftstrafen aufgeschoben werden.

Rainer Rickenbach/Neue Lz
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Auch die Strafanstalt Bostadel in Zug war am 1. März bis auf den letzten Platz ausgelastet. (Bild: Christof Borner-Keller)

Auch die Strafanstalt Bostadel in Zug war am 1. März bis auf den letzten Platz ausgelastet. (Bild: Christof Borner-Keller)

In erster Linie für den geschlossenen Strafvollzug sind in der ganzen Schweiz kaum mehr Gefängnisplätze frei. Das Gedränge in den Strafanstalten führt in der Zentralschweiz zwar nicht dazu, dass Verurteilte ihre Strafe nicht antreten müssen. «Doch in Einzelfällen kann es vorkommen, dass der Strafvollzug aufgeschoben und Verurteilte später erneut aufgeboten werden», sagt Barbara E. Ludwig von der Luzerner Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug.

Zug kritisiert lange Haftdauer

Voll sind die Gefängnisse auch in den anderen Zentralschweizer Kantonen. Zu schaffen macht den Justizdirektoren in den Kantonen die Ausländerhaft. Sie dauert gemäss dem Zuger Sicherheitsdirektor Beat Villiger oft «unverständlich lange». Im Schwyzer Kantonsgefängnis Biberbrugg zum Beispiel strebt man eigentlich eine durchschnittliche Jahresauslastung von 80 Prozent an, um für kurzfristige Hafteintritte gewappnet zu sein.

In den ersten paar Monaten dieses Jahres stieg die Auslastung aber auf 95 Prozent. Oder im Kanton Zug: «Die Strafanstalt Bostadel war am Stichtag vom ersten März bis auf den letzten Platz ausgelastet», sagt Beat Villiger. Am Limit sind ebenfalls kleine Haftanstalten wie die Gefängnisse in Stans oder in Sarnen.

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