ZENTRALSCHWEIZ: In diesen Restaurants wird am besten gekocht

Der Restaurantführer «Gault Millau» hat am Montag die Liste mit den besten Restaurants veröffentlicht. Im Rating sind vier Restaurants aus der Zentralschweiz aufgestiegen, sieben haben es neu in den Führer geschafft.

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Tanja Grandits. (Bild: Keystone)

Tanja Grandits. (Bild: Keystone)

Der Restaurantführer «Gault Millau» hat am Montag sein Rating vorgestellt. Die neue «Gault Millau»-Liste ehrt am Lauerzersee einen Chef, der schon Jahrzehnten am Herd steht – aber laut Mitteilung «noch nie so gut gekocht hat wie heute»: Tony Schmidig glänzt im «Rigiblick» in Lauerz mit einer unglaublichen Vielseitigkeit. Ob Hecht aus dem See, Hummer aus der Bretagne, Gitzi von der Alp oder Überraschungen aus der asiatischen Küche – er bereitet jedes Gericht mit Leidenschaft zu, wird der «Rigiblick» in einer Mitteilung zitiert. Schmidig erhält deshalb 17 Sterne.

18 Punkte: Franz Wiget, Adelboden in Steinen. (Bild: Philipp Schmidli)
14 Bilder
17 Punkte: Tony Schmidig, «Rigiblick» in Lauerz. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)
17 Punkte: Stefan Wiesner, Rössli in Escholzmatt. (Bild: Philipp Schmidli)
17 Punkte: Raphael Tuor, Adler in Nebikon. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)
16 Punkte: Im Kanton Luzern kann Beat Stofer («Balm», Meggen) den Champagner entkorken. (Bild: PD)
Das noble «Park Hotel» mit einem grossen Weinkeller eröffnete mit zwei erstklassigen Chefs: Nenad Mlinarevic kocht im «focus» (16 Punkte), Executive Chef Christian Nickel im «Prisma» (15). Sehr gut gegessen haben die Gault Millau Degustanten auch beim Nachbarn, im «Vitznauerhof» (ohne Note). (Bild: PD / Martina Meier)
Im Kanton Nidwalden bleibt Fabian Inderbitzin («Belvédère», Hergiswil) mit 16 Punkten der Platzhirsch. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)
In Obwalden verbessert sich der «Spannort» in Engelberg auf 13 Punkte. Der Küchenchef heisst Patrice Biberian und Martin Pfiffner für das Restaurant als Chef Service. (Bild: ZVG)
Der «Bären» von Francesco Coldesina in Andermatt hat neu 13 Punkte. (Bild: zvg)
Im Kanton Zug führen Altmeister René Weder («Sternen», Walchwil)... (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
... und Saucenkünstler Peter Doswald («Falken», Neuheim) das Rating mit je 16 Punkten an. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)
Eine spektakuläre Neuentdeckung machten die Tester in Baar: «Baarcity» Chef Daniel Stütz startet im Baarer Hochhaus mit 14 Punkten; von ihm wird man noch hören, sind die Tester überzeugt. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Zweiter «Neuling» im Kanton Zug ist der «The Blinker» in Cham (13), im Bild Küchenchef Martin Feuerecker mit Assistentin Michèle Meier. (Bild: zvg)
Zum Koch des Jahres wurde Tanja Grandits vom «Stucki» in Basel gekürt. Die Kreationen von Grandits «haben eine eigene, unverwechselbare, und unkopierbare Handschrift», heisst es in der Medienmitteilung. Ihre Küche wird neu mit 18 Punkten bewertet. Grandits bezeichnet ihre Kochkunst als «Aromaküche», in der aus Gegensätzen eine Harmonie komponiert wird. Auf der Speisekarte des «Stucki» stehen etwa: Lachs Zimtblüten Sashimi, Rüebli Hummus und Ringelblume oder ein Entrecôte mit Nelken Pfeffer, rotem Zwiebelkuchen und Cassis Gel. (Bild: Keystone)

18 Punkte: Franz Wiget, Adelboden in Steinen. (Bild: Philipp Schmidli)

Franz Wiget mit 18 Punkten

Star in der Zentralschweiz und einer der ganz grossen im Land bleibt Franz Wiget ob Steinen («Adelboden»). Dessen Restaurant erhält 18 Punkte. Ebenfalls 18 Punkte erreicht der in Ascona tätige Luzerner Othmar Schlegel im «Castello del Sole» in Ascona. An der Spitze im Kanton Luzern gibts keine Änderung: «Hexer» Stefan Wiesner begeistert seine Gäste im «Rössli», Escholzmatt, weiterhin (17 Punkte), und in der gleichen Liga kocht Raphael Tuor im «Adler», Nebikon.

Im Kanton Luzern kann Beat Stofer («Balm», Meggen) den Champagner entkorken: 16 Punkte für den vielseitigen «jeune restaurateur» und Risotto-König. Zwei weitere Restaurants steigen auf: Im In-Lokal La Perla in Luzernholt der neue Küchenchef Philipp Tresch den 14. Punkt. Das schafft auch der talentierte Adrian Bührer im «Trianon» («Grand Hotel National»). Viel Bewegung gibt es zudem in Vitznau: Das noble «Park Hotel» mit einem grossen Weinkeller eröffnete mit zwei erstklassigen Chefs: Nenad Mlinarevic kocht im «focus» (16 Punkte), Executive Chef Christian Nickel im «Prisma» (15). Sehr gut gegessen haben die Gault Millau-Degustanten auch beim Nachbarn, im «Vitznauerhof» (ohne Note). Chef Fabrizio Piantanida verlässt aber überraschend das Restraunt.

Im Kanton Nidwalden bleibt Fabian Inderbitzin («Belvédère», Hergiswil) mit 16 Punkten der Platzhirsch. In Obwalden verbessert sich das «Spannort» in Engelberg auf 13 Punkte. Im Kanton Uri wurden die Tester in Andermatt fündig. (Noch) nicht im Sawiris-Resort, dafür im «Bären»: Vater und Sohn Coldesina verblüfften die Tester mit ihrer südländisch ausgerichteten Küche (13 Punkte).

Im Kanton Zug führen Altmeister René Weder («Sternen», Walchwil) und Saucenkünstler Peter Doswald («Falken», Neuheim) das Rating mit je 16 Punkten an. Eine spektakuläre Neuentdeckung machten die Tester in Baar: «Baarcity» Chef Daniel Stütz startet im Baarer Hochhaus mit 14 Punkten; von ihm wird man noch hören, sind die Tester überzeugt. Zweiter «Neuling» ist der «The Blinker» in Cham (13).

Erstmals eine Frau an der Spitze

Zum Koch des Jahres wurde Tanja Grandits vom «Stucki» in Basel gekürt. Die Kreationen von Grandits «haben eine eigene, unverwechselbare, und unkopierbare Handschrift», heisst es in der Medienmitteilung. Ihre Küche wird neu mit 18 Punkten bewertet. Grandits bezeichnet ihre Kochkunst als «Aromaküche», in der aus Gegensätzen eine Harmonie komponiert wird. Auf der Speisekarte des «Stucki» stehen etwa: Lachs Zimtblüten Sashimi, Rüebli Hummus und Ringelblume oder ein Entrecôte mit Nelken Pfeffer, rotem Zwiebelkuchen und Cassis Gel.

Total wurden 96 Küchen besser bewertet als im Jahr zuvor, 43 haben Punkte verloren. Insgesamt haben die Tester rund 1000 Restaurants besucht. Total 856 Restaurants sind aufgeführt. Der Gault Millau Ausgabe 2014 ist im Fachhandel für 52 Franken erhältlich.

Das sind die Zentralschweizer Gault-Millau-Restaurants

In Klammern die Anzahl Gault Millau Punkte.

Andermatt: Bären (13 Punkte, neu).
Baar: Baarcity (14, neu).
Bauen: Zwyssighaus (14).
Beckenried: Schlüssel (13).
Blatten bei Malters: Krone (16).
Buonas: Wildenmann (15).
Cham: The Blinker (13, neu). Villa Villette (13).
Dallenwil: Zum Kreuz (14).
Ebersecken: Sonne (14).
Eich: Sonne (12).
Emmen: Kreuz (16).
Engelberg: Hess By Braunerts (15). Schweizerhaus (13). Spannort (13).
Ennetbürgen: Villa Honegg (14).
Escholzmatt: Rössli (17).
Euthal: Bürgi’s Burehof (17).
Flüelen: Sternen (14).
Freienbach: Funkes Obstgarten (16).
Gurtnellen: Gotthard (14). Im Feld (14).
Hergiswil: Belvédère (16).
Hochdorf: Braui (15).
Hurden: Zum Adler (17).
Kastanienbaum: Seehotel (13).
Küssnacht am Rigi: Golf-Restaurant (13). Min Kang Yuan (14).
Lachen: Oliveiras (14).
Lauerz: Rigiblick (17).
Luzern: Astoria, Thai-Garden (15). Astoria, La Cucina (12). Des Balances (14). Barbatti (13, neu). Brasserie Bodu (13). Galliker (13). Grand Casino, Olivo (15). Villa Hausermatte (13). The Hotel, Bam Bou (14). KKL, Red (15). Maihöfli (14). Mamma Leone (13). Montana, Scala (15). National, Trianon (14). Old Swiss House (15). Padrino im National (14). La Perla (14). Au Premier im Bahnhof (12). Wiederkehr (13). Wilden Mann, Sauvage (14).
Meggen: Balm, La Pistache (16).
Melchsee-Frutt: Frutt Lodge & Spa, Stübli (14).
Nebikon: Adler (17).
Neuheim: Falken (16). Hinterburgmühle (13).
Oberägeri: Hirschen (15).
Oberkirch: Hirschen (13).
Pfäffikon: Seedamm Plaza, Pur (15).
Ried-Muotathal: Adler (16).
Riemenstalden: Kaiserstock (14).
Rigi Kaltbad: Bergsonne (15).
Risch: Waldheim (14).
Rothenburg: Ochsen (13).
Sachseln: Engel (14).
Sarnen: Pappalappa (13).
Schwyz: Obstmühle (13).
Seedorf: A Pro (12).
Sempach Stadt: Adler (14).
Sempach Station: Sempacherhof (14).
Sigigen: Pony (14).
St. Niklausen OW: Alpenblick (14).
Stans: Brasserie Le Mirage (13). Zur
Rosenburg, Höfli (15).
Stansstad: Rössli (14).
Steinen: Adelboden (18).
Sursee: Amrein’s (15). Bahnhöfli (12).
Unterägeri: Lindenhof (13).
Unteriberg: Rösslipost (12).
Vitznau: Park Hotel, Focus (16). Park Hotel, Prisma (15, neu). Vitznauerhof, Sens (ohne Note).
Walchwil: Sternen (16).
Wassen: Krone (13).
Weggis: Park, Annex (16). Park, Sparks (15).
Wikon: Bahnhöfli, Bim Buume (16).
Wolhusen: Tropenhaus, Mahoi (13).
Zug: Aklin (12). Zum Kaiser Franz im Rössl (14). Rathauskeller, Bistro (15).

Die Ausgezeichneten des Jahres 2014

  • Koch des Jahres: Tanja Grandits, «Stucki», Basel (18 Punkte)
  • Aufsteiger des Jahres in der Deutschschweiz: Christian Kuchler, Gasthof Hirschen, «La Passion», Eglisau ZH (17 Punkte)
  • Aufsteiger des Jahres in der Westschweiz: Pierre-André Ayer, «Le Pérolles», Fribourg (18 Punkte
  • Aufsteiger des Jahres im Tessin: Othmar Schlegel, Hotel Castello del Sole, «Locanda Barbarossa», Ascona TI (18 Punkte)
  • Entdeckung des Jahres in der Deutschschweiz: Manuel Reichenbach, «Casa Tödi», Trun GR (14 Punkte)
  • Entdeckung des Jahres in der Westschweiz: Christophe Pacheco, «Le Berceau des Sens», Lausanne VD (15 Punkte)
  • Sommelier des Jahres: Thibaut Panas, «Restaurant Anne-Sophie Pic au Beau-Rivage Palace», Lausanne VD (18 Punkte)
  • The CigarMan of the Year: Jörg Slaschek, «Attisholz», Riedholz SO (17 Punkte)
  • Schweizer Star im Ausland: Stephan Schüpbach, «Jumeirah Zabeel Saray», Dubai

pd/rem

Tony Schmidig im «Rigiblick» in Lauerz erhält neu 17 Punkte. (Archivbild Neue SZ)

Tony Schmidig im «Rigiblick» in Lauerz erhält neu 17 Punkte. (Archivbild Neue SZ)

Franz Wiget. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Franz Wiget. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Fabian Inderbitzin. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Fabian Inderbitzin. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

René Weder. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

René Weder. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Toni Schmidig bereitet in seiner Küche einen Hecht zu. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

Toni Schmidig bereitet in seiner Küche einen Hecht zu. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)