ZENTRALSCHWEIZ: Jugendspiele Luzern: Pläne werden konkret

In Graubünden werden 2022 keine Olympischen Winterspiele stattfinden. Die Zentralschweizer Kantone wollen nun ihre Idee einer Kandidatur für die kleineren Winterspiele der Jugend im Jahr 2020 konkretisieren.

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Weltcup-Skispringen in Engelberg. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Weltcup-Skispringen in Engelberg. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Nach der Ablehnung der Idee von Olympischen Spielen in der Schweiz rücken nun Olympische Jugendspiele (Youth Olympic Games) mit ihren machbaren und vertretbaren Dimensionen als sinnvolle Alternative in den Fokus. Mit der Durchführung solcher Spiele in der Zentralschweiz im Jahr 2020 könne die Förderung des Olympischen Gedankens vollumfänglich erfüllt werden, wie die Zentralschweizer Regierungskonferenz am Montag mitteilt. Die Region biete auf den ersten Blick beste Voraussetzungen für einen derartigen Anlass.

Willkommenes Gegenmodell

Die Zentralschweizer Kantonsregierungen hatten bereits vor einem Jahr den Auftrag erteilt, die Machbarkeit von Youth Olympic Games in der Zentralschweiz vertieft zu prüfen: Die Analyse der ersten Jugend-Winterspiele in Innsbruck im Jahr 2012 habe gezeigt, dass eine spürbar kleinere Dimension der Olympischen Spiele ein sehr willkommenes Gegenmodell zu den grossen Spielen bieten würde. Neben den sportlichen Wettkämpfen könne die Region auch von einem durch den Veranstalter organisierten Kultur- und Bildungsprogramm profitieren.

Weitere Schritte im Juni

Das Initiativkomitee «Youth Olympic Games Lucerne 2020» werde den Zentralschweizer Kantonen eine Projektskizze vorlegen. An der im Juni stattfindenden 92. Zentralschweizer Regierungskonferenz werden die Kantone über weitere Schritte beschliessen. Bis zu diesem Zeitpunkt liegen auch die detaillierten Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für die Youth Olympic Games 2020 vor. Das Dossier soll Hand in Hand mit Swiss Olympic als Dachorganisation des Schweizer Sports, mit dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sowie dem Bundesamt für Sport (BASPO) erarbeitet werden.

pd/bep