ZENTRALSCHWEIZ: Kampagne soll fit für die Strasse machen

Bei rund 16 Prozent aller schwer und tödlich Verunfallten im Strassenverkehr ist Alkohol im Spiel. Um diesem Umstand Abhilfe zu schaffen, lancieren die Zentralschweizer Polizeikorps eine neue Präventionskampagne.

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Bleiben Sie fit für die Strasse - «Null Promille. - Null Probleme.» Die Kampagne der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und der Polizei. (Bild: PD)

Bleiben Sie fit für die Strasse - «Null Promille. - Null Probleme.» Die Kampagne der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und der Polizei. (Bild: PD)

Mit dem Slogan «Null Promillle. Null Probleme» soll die Bevölkerung auf die Gefahr von Alkohol am Steuer aufmerksam gemacht werden. Denn laut Mitteilung der Zentralschweizer Polizeikorps ist Alkohol eine der häufigsten Ursachen für Verkehrsunfälle.

Ab 0,8 Promille sei das Unfallrisiko nämlich viermal so hoch, als wenn kein Alkohol konsumiert worden wäre. Bereits wenig Alkohol vermindere die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit erheblich. Wer unter Alkohol- und Drogeneinfluss ein Fahrzeug lenke, gefährde nicht nur sich selbst, sondern auch andere Autofahrer. Zudem riskiere man einen Führerausweisentzug und eine Anzeige, so die Polizei.

Mit der Kampagne «Null Promille. Null Probleme.» weisen deshalb die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) und die Polizei auf die Gefahr von Alkohol am Steuer hin. Ausserdem werden die beteiligten Polizeikorps über die Festtage ein besonderes Augenmerk auf die Fahrfähigkeit der Lenker haben.

«Nez Rouge»

Wer zu viel getrunken hat, dem wird «Nez Rouge» empfohlen, eine Präventionsaktion, die seit 1990 in der Schweiz zur Verkehrssicherheit auf nationaler Ebene beiträgt. Ab dem 5. Dezember nehmen freiwillige Mitarbeiter von Nez Rouge ihre Arbeit auf und bringen Fahrzeug und Begleiter sicher nach Hause. Infos: www.nezrouge.ch

Appell an die Eigenverantwortung

Die Zentralschweizer Polizeikorps appellieren an die Eigenverantwortung und rufen in Erinnerung: Alkohol wird im Körper nur langsam abgebaut. Stellen Sie sicher, dass sie lange genug warten, bevor Sie sich am folgenden Tag ans Steuer setzen. Sie könnten noch Restalkohol im Blut haben. Fahren Sie niemals mit einem Kater.

  • Wer fährt, trinkt nicht: Fahren Sie nicht mit dem Auto zu Anlässen.
  • Lassen Sie das Auto zu Hause und benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel und Taxis.
  • Organisieren Sie allenfalls Fahrgemeinschaften und sorgen Sie dafür, dass der Lenker nicht trinkt.
  • Fahren Sie nicht mit fahruntüchtigen Personen mit und halten Sie sie vom Fahren ab.
  • Sollten Sie nicht mehr fit sein: Lassen Sie Ihr Fahrzeug stehen.