Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ZENTRALSCHWEIZ: Kantone erhalten mit Ausnahme von Obwalden mehr SNB-Geld als budgetiert

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) verteilt nach ihrem Rekordgewinn im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden Franken an die Kantone. Dass man in den Genuss der Vollausschüttung kommen würde, damit hatte in der Zentralschweiz beim Budget bloss Obwalden gerechnet.
Symbolbild: Abgepackte Schweizer Geldnoten. (Symbolbild/Keystone/Martin Ruetschi (31. Dezember 2015))

Symbolbild: Abgepackte Schweizer Geldnoten. (Symbolbild/Keystone/Martin Ruetschi (31. Dezember 2015))

Beim Posten «Anteil am Reingewinn der SNB» im Budget 2018 stellte die Obwaldner Regierung bereits 5,97 Millionen Franken ein, was dem höchstmöglichen Beitrag entspricht. Der Voranschlag, den das Parlament im Dezember genehmigte, ging von einem Minus von knapp 10 Millionen Franken aus.

Als die Regierung im September das Budget verabschiedete, habe man anhand der Schwankungsreserven sowie der beiden ersten Quartale davon ausgehen können, dass die SNB den Maximalbetrag ausschütten werde, wenn es nicht zu grösseren unvorhersehbaren Entwicklungen komme, hiess es bei der Finanzverwaltung am Dienstag auf Anfrage.

Ebenfalls optimistisch veranschlagte der Kantone Zug für 2018 den Zustupf aus der SNB-Kasse. Im Budget ging die Regierung von 16,9 Millionen Franken aus. Zug erhält nun aber knapp 20 Millionen Franken.

«Keine zusätzlichen Ausgaben»

In den übrigen Zentralschweizer Kantonen rechneten die Regierungen mit einer Ausschüttung von 1 Milliarde Franken an Bund und Kantone. Sie stellten entsprechend die Hälfte der SNB-Beiträge in ihren Voranschlägen ein.

Luzern etwa plante mit einer Gewinnausschüttung von 32 Millionen Franken, was gegenüber dem Budget 2017 eine Verschlechterung von 23,2 Millionen Franken bedeutete. Nun aber erhält der Kanton laut Finanzdirektor Marcel Schwerzmann genau 63'866'127 Franken.

Die zusätzlichen 32 Millionen entlasten den für 2018 einkalkulierten Fehlbetrag von 43,6 Millionen Franken. Sie werden dem Ausgleichskonto der Schuldenbremse gutgeschrieben. Das ermögliche dem Kanton, bestehende Risiken für die Jahre 2020 abzudecken. «Damit zusätzliche Ausgaben zu finanzieren, lehne ich konsequent ab», sagte Schwerzmann.

Die doppelte Auszahlung sei kein wiederkehrendes Ereignis, die Auszahlung der ersten Tranche dagegen, also der insgesamt 1 Milliarde Franken, sei in den letzten zehn Jahren stets erfolgt. Entsprechend habe man trotz guter Anzeichen seitens der SNB mit dem halben Betrag budgetiert.

Auf Wohnbevölkerung verteilt

So verfuhren auch Uri, Schwyz und Nidwalden. Anders als Luzern legte der Kanton Schwyz ein positives Budget vor. Zum veranschlagten Plus von 11,8 Millionen Franken, indem die Regierung auf einen SNB-Beitrag von 12,4 Millionen Franken gehofft hatte, kommt nun noch einmal so viel Geld dazu.

Auch in Uri (3 Millionen Franken budgetiert) und Nidwalden (3,42 Millionen Franken budgetiert) wird der Betrag verdoppelt. Die Verteilung der Gelder richtet sich nach der Wohnbevölkerung der Kantone. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.