ZENTRALSCHWEIZ: Leicht weniger Krebserkrankungen

2012 sind insgesamt rund 0,5 Prozent der Wohnbevölkerung der Kantone Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden an Krebs erkrankt. Am häufigsten traten Brust- und Prostatakrebs auf. Bei Dickdarm- und Lungenkrebs ist die Sterblichkeit häufig erhöht.

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Ein Arzt untersucht einen Mann auf Hautkrebs. (Bild: Keystone)

Ein Arzt untersucht einen Mann auf Hautkrebs. (Bild: Keystone)

2012 erkrankten in den Kantonen Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden 2241 Personen oder rund 0,5 Prozent der Wohbevölkerung neu an Krebs, wie Lustat Luzern Statistik am Donnerstag mitteilte. Das sind 5 Prozent weniger Neuerkrankte als im Vorjahr. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, nimmt im Alter zu: Von den 65- bis 79-Jährigen waren 1,5 Prozent betroffen, bei den Über-79-Jährigen waren es 2,2 Prozent. Der Anteil der Männer, die an Krebs erkranken, ist in der Regel etwas grösser als derjenige der Frauen (2012: 52 vs. 48 Prozent). Letztere erkranken jedoch häufiger in jüngeren Jahren.

Neuerkrankungen an den geschlechtsspezifischen Krebsarten Brust- und Prostatakrebs waren insgesamt am häufigsten. Am dritt- und vierthäufigsten folgten Dickdarm- und Lungenkrebs. Während bei Brust- und Prostatakrebs gute Therapiechancen bestehen, ist bei Dickdarm- und Lungenkrebs die Sterblichkeit häufig erhöht. In den Zentralschweizer Kantonen sind 2012 rund 0,2 Prozent der Bevölkerung einem Krebs erlegen.

Kanton Luzern: Mehr krebsbedingte Todesfälle

2012 waren 869 Luzerner und 824 Luzernerinnen neu an Krebs erkrankt. Gegenüber dem Vorjahr sind weniger Neuerkrankungen (-6 Prozent) registriert worden. Die Zahl der Neuerkrankungen hat im Kanton Luzern vor allem beim Prostatakrebs (-20 Prozent) abgenommen. Weniger Neuerkrankte gab es auch bei den anderen häufig auftretenden Krebsarten Lungenkrebs (-6 Prozent) und Brustkrebs (-4 Prozent), beim Dickdarmkrebs (+4%) nahm die Zahl hingegen zu. Die Zahl der krebsbedingten Todesfälle hat im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 9 Prozent zugenommen. Krebsbedingte Hospitalisierungen der im Kanton Luzern wohnhaften Patienten wurden 2012 etwas seltener vorgenommen als 2011 (- 4 Prozent). Am stärksten abgenommen haben diese bei Lungenkrebs, Leukämie und Magenkrebs; eine deutliche Zunahme der Spitalaufenthalte gab es für Behandlungen von Dickdarm- und Hautkrebs.

Uri, Ob- und Nidwalden: Brustkrebs häufigste Krebsdiagnose

2012 zählte das Zentralschweizer Krebsregister in Uri 189, in Obwalden 167 und in Nidwalden 192 neu an Krebs erkrankte Personen. Dies entsprach 0,53 Prozent der Bevölkerung im Kanton Uri sowie je 0,46 Prozent in den Kantonen Ob- und Nidwalden. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der Neuerkrankungen in allen drei Kantonen ab. Am häufigsten waren jeweils Neuerkrankungen an Brustkrebs. Im Jahr 2012 an Krebs gestorben sind 78 Personen im Kanton Uri; in Obwalden waren 91 Todesfälle krebsbedingt und in Nidwalden 68.

pd/zim