ZENTRALSCHWEIZ: Luzern wittert Olympia-Chance

Nach dem Bündner Nein zu den olympischen Spielen wollen die Zentralschweizer Kantone nun das Projekt «Lucerne 2020» vorantreiben. Die geplanten Jugendspiele stossen auch in Bern auf Anklang.

Daniel Schriber
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Sportminister Ueli Maurer (links) soll von einer Kandidatur von Luzern für die «Youth Olympic Games Lucerne 2020» angetan sein. (Symbolbild Keystone)

Sportminister Ueli Maurer (links) soll von einer Kandidatur von Luzern für die «Youth Olympic Games Lucerne 2020» angetan sein. (Symbolbild Keystone)

Gemeinsam mit der Stadt Luzern, den Zentralschweizer Kantonen und dem Bund will das Initiativkomitee «Youth Olympic Games Lucerne 2020» in sieben Jahren die Jungendwinterspiele in die Zentralschweiz holen. Werner Grossniklaus, Präsident des Trägervereins «Lucerne 2020» ist überzeugt, dass die Olympischen Jugendspiele in der Region realisierbar sind – und das sowohl bezüglich Infrastrukturen als auch von der Finanzierung her.

Mit einem Budget von rund 30 Millionen Franken sind die «Youth Olympics» mehr als nur eine Schuhnummer kleiner als die «grossen» Spiele. Allein die Kandidatur für «St. Moritz 2022» hätte rund das Doppelte gekostet.

1000 Sportler aus aller Welt

Grossniklaus träumt bereits heute von einer Eröffnungsfeier in der Swissporarena, von Medaillen-Übergaben auf dem Europaplatz, von Sportler-Unterkünften in Luzern-Süd – und natürlich von packender Sportaction; etwa auf dem Stoos oder in der Zuger Bossard-Arena.

Über 1000 Sportler und mehr als 100'000 Besucher aus aller Welt sollen im Winter 2020 nach Luzern pilgern. Ihre Unterstützung bereits zugesagt hat die Zentralschweizer Regierungskonferenz (ZRK). Diese bezeichnet die Jugendspiele mit ihren machbaren und vertretbaren Dimensionen als sinnvolle Alternative zu den «grossen Spielen».

Auch Sportminister Ueli Maurer soll laut Werner Grossniklaus von der Kandidatur angetan sein. Gemeinsam mit dem Luzerner Regierungsrat Guido Graf wurde Grossniklaus vor einigen Wochen in Bern von Bundespräsident Maurer empfangen, um das Konzept «Lucerne 2020» kennen zu lernen.

«Der Bundesrat hat sehr positiv reagiert», freut sich Grossniklaus. Einer weiteren möglichen Kandidatur aus Lausanne blickt Grossniklaus zudem gelassen entgegen.

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