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Zentralschweiz macht Druck auf Bern

Die Regierungskonferenz fordert «endlich wieder einen Zentralschweizer als Bundesrat». Der Präsident stützt sich dabei auf die Statistik.

Auch wenn die Bundesratsmitglieder nicht einfach jene Region bei ihren Entscheiden bevorzugen können, wo sie herkommen: Die Herkunft der Bundesräte ist ein wichtiges Kriterium, ob jemand gewählt wird oder nicht. Nicht zuletzt fühlt sich die Bevölkerung mit der Landesregierung enger verbunden, wenn ein «Eigener» am Tisch sitzt, als wenn sie vernachlässigt wird.

Cassis-Wahl: Tessiner fühlten sich an den Rand gedrängt

Entsprechend betreiben die einzelnen Regionen Lobbying, bevor die Bundesversammlung zur Wahl schreitet. Dass die Herkunftskantone oder Sprachregionen wichtig sind, zeigt die letzte Bundesratswahl. Ignazio Cassis schaffte den Sprung vor allem auch, weil die italienisch-sprachige Schweiz glaubhaft machen konnte, dass sie wieder einmal an der Reihe ist. Das Verhältnis zwischen Bellinzona und Bern hatte sich in den letzten Jahren stark abgekühlt. Die Tessiner fühlten sich an den Rand gedrängt.

Jetzt, wo alle Kandidaturen bekannt sind und die Fraktionen von FDP und CVP demnächst entscheiden, wer aufs «Ticket» kommt und damit der Bundesversammlung vorgeschlagen wird, machen auch die Zentralschweizer Regierungen Druck. Während die Ostschweiz, die mit der Spitzenkandidatin Karin Keller-Sutter antritt, schon fast sicher ein neues Regierungsmitglied bekommt, ist die Ausgangslage für die Zentralschweiz offen.

Der letzte aus unserer Region war Kaspar Villiger

Heidi Z'graggen. (Bild: Philipp Schmidli)

Heidi Z'graggen. (Bild: Philipp Schmidli)

«Wir haben drei hervorragende Kandidatinnen und Kandidaten», sagt der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth. Als Präsident der Zentralschweizer Regierungskonferenz macht er Druck für die Wahl eines Zentralschweizer Bundesrats. Seit dem Rücktritt von Bundesrat Kaspar Villiger sei die Zentralschweiz nicht mehr in der Landesregierung vertreten gewesen. Reichmuth: «Die Zentralschweiz wurde bis heute zu wenig berück­sichtigt. Die Wahl eines Zentralschweizers ist überfällig.»

Hans Wicki. (Bild: Urs Flueeler/Keystone)

Hans Wicki. (Bild: Urs Flueeler/Keystone)

Reichmuth zieht dabei auch die Statistik zu Hilfe. Mit bisher nur acht Bundesräten sei die Zentralschweiz jene Region, die bisher am wenigsten Mitglieder in die Landesregierung stellen konnte. Schwyz, Nidwalden und Uri kamen zudem noch gar nie zu «Bundesratsehren».

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz fordert deshalb das Parlament auf, «im Sinne der ausgewogenen Vertretung aller Regionen in der Landesregierung einen Vertreter oder eine Vertreterin aus der Zentralschweiz in den Bundesrat zu wählen».

Peter Hegglin- (Bild: Maria Schmid)

Peter Hegglin- (Bild: Maria Schmid)

Aus der Zentralschweiz treten mit der Urner Regierungsrätin Heidi Z’graggen (CVP) sowie den Ständeräten Hans Wicki (FDP, Nidwalden) und Peter Hegglin (CVP, Zug) drei Politiker an. «Alle drei erfüllen das Anforderungsprofil», so Reichmuth.

Sicher ist, dass der Kanton Schwyz weiterhin nicht im Bundesrat vertreten sein wird. FDP-Nationalrätin Petra Gössi aus Küssnacht hat sich bekanntlich aus dem Rennen genommen.

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