Zentralschweiz: Olympia lockt

Olympia-Winterspiele in der Schweiz: Was 2006 in Sitten scheiterte, soll 2022 klappen – mit der Zentralschweiz.

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Für einzelne Wettkämpfe käme Andermatt sicherlich in Frage. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Für einzelne Wettkämpfe käme Andermatt sicherlich in Frage. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Das wuchtige Ja des Sportparlaments kam am Freitag nicht überraschend: Das Schweizer Sportparlament hat den Exekutivrat von Swiss Olympic beauftragt, eine Kandidatur für Olympia 2022 zu prüfen. In Ittigen sprachen sich die Sportverbände mit 381 Stimmen bei 2 Enthaltungen dafür aus.

Sportminister Ueli Maurer hatte zuvor einer allfälligen Kandidatur die volle Unterstützung zugesichert. Zur Wahl stehen in der Schweiz gegenwärtig drei Regionen: Genf, Graubünden und die Zentralschweiz.

Andermatt nicht als Host-City
Andermatt hat sich allerdings als Hauptaustragungsort aus dem Rennen genommen. In einer Studie kommen die Urner zum Schluss, dass Andermatt zu klein sei, und verweisen auf Luzern. Dort reagiert der Tourismus sehr positiv. Stadtpräsident Urs W. Studer winkt aber ab: «Olympische Winterspiele sind wohl eine Schuhnummer zu gross», sagt er. Interessiert sind sowohl Luzern als auch Zug, Andermatt und Engelberg daran, einzelne Wettkämpfe auszutragen – im Rahmen einer gesamtschweizerischen Olympia-Kandidatur.

Ob die Schweiz 2022 kandidieren wird, dürfte davon abhängen, an wen die Spiele 2018 vergeben werden. Sollte München scheitern und 2022 ein zweites Mal antreten, würde die Schweiz vielleicht erst 2026 ins Auge fassen.

si/kst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Neuen Luzerner Zeitung vom Samstag.