ZENTRALSCHWEIZ: Patientenstelle hat massiv mehr Anfragen

Die Patientenstelle verzeichnete 2012 fast 20 Prozent mehr Anfragen als 2011. Am meisten werden Spitäler kritisiert.

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Ein Arzt untersucht die Haut eines Mannes. Nicht immer sind die Patienten mit der Leistung ihres Arztes zufrieden. (Bild: Keystone)

Ein Arzt untersucht die Haut eines Mannes. Nicht immer sind die Patienten mit der Leistung ihres Arztes zufrieden. (Bild: Keystone)

Die Patientenstelle Zentralschweiz hat im letzten Jahr 492 Fälle bearbeitet, das sind 76 Fälle mehr als im Vorjahr. Für die Steigerung der Fälle sind unter anderem auch Beschwerden über Zahnärzte verantwortlich, die nicht dem Verband SSO angeschlossen sind, wie Barbara Callisaya, Leiterin der Patientenstelle Zentralschweiz, im Interview mit unserer Zeitung sagt.

Bei Zahnärzten, die dem Verband angeschlossen sind, steht ein unentgeltlicher Gutachter zur Verfügung, der bei Reklamationen beigezogen werden kann. Bei Zahnärzten, die dem Verband nicht angeschlossen sind, sei dies nicht der Fall.

Schwarze Schafe in Luzern

In den meisten Fällen wendeten sich Spitalpatienten an die Stelle. Immer wieder wird die Patientenstelle aber auch auf Ärzte aufmerksam gemacht. So ist ein Luzerner Arzt bekannt, der in seiner Praxis Operationen durchgeführt haben soll, für die eine Bewilligung nötig gewesen wäre.

Auch einige Krankenkassen sind Callisaya bekannt, die bereits mehrmals negativ aufgefallen ist. Gerade ältere Patienten hätten aber Angst, bei keiner Kasse mehr unterzukommen. Diese Angst sei aber meist unbegründet, sagt Callisaya.

Luzia Mattmann

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