ZENTRALSCHWEIZ: Schlittelspass total – hier kommen Sie auf Ihre Kosten

Mit dem Schneefall ist die Schlittel­saison in Fahrt gekommen. Wir verraten Ihnen in einer Auswahl, wo es bergab geht.

Roger Rüegger
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Mit dem Schlitten ins Tal sausen, hier gestern Nachmittag am Pilatus zwischen Fräkmüntegg und Krienseregg, ist ein Spass für die ganze Familie - inklusive Hund. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Mit dem Schlitten ins Tal sausen, hier gestern Nachmittag am Pilatus zwischen Fräkmüntegg und Krienseregg, ist ein Spass für die ganze Familie - inklusive Hund. (Bild: Roger Grütter / Neue LZ)

Pilatus

Auf dem Pilatus kann man sich auf vier Schlittelpisten zwischen 200 Metern und 3 Kilometern Länge vergnügen. Die kürzeste ist jene beim Stehlift auf der Fräkmüntegg. Die Benutzung des Stehlifts ist gratis. Von der Fräkmüntegg zur Krienseregg hat man die Wahl zwischen einer roten (mittel bis schwer) und einer blauen Piste (leicht). Beide sind 3 Kilometer lang. Von der Krienseregg nach Kriens braust man bei genügend Schnee auf weiteren 3 Kilometern (mittel bis schwer) talwärts. Die Fahrt mit der Gondelbahn ist mit der «Pilatus Snow & Fun»-Tageskarte (35 Franken/Halbtax 25 Franken) inbegriffen oder als Teilstrecke lösbar.

Sörenberg

Von der Rossweid in Sörenberg, die mit der Gondelbahn erreichbar ist, führen zwei Schlittelwege zu Tal. Der rassigere endet bei der Talstation. Für Schlittler, die es gemütlicher angehen wollen, ist der Weg über die Schwand hinunter nach Sörenberg Platz ideal. Ab Januar ist jeden Freitag von 19 bis 22 Uhr auf der Skipiste Rossweid Nachtschlitteln angesagt. Die Pisten sind 3 Kilometer lang. Die Tageskarte kostet 30 Franken (Jugendliche 26 Franken), die Abendkarte 15 Franken (12).

Melchsee-Frutt

Der 8 Kilometer lange Schlittelweg von der Melchsee-Frutt zur Stöckalp gehört zu den beliebtesten der Zentralschweiz. Von Donnerstag bis Samstag (bis 15. März) ist der Weg zudem von 19 bis 21.30 Uhr fürs Nachtschlitteln beleuchtet. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 37, für Jugendliche 28 und für Kinder ab sechs Jahren 19 Franken. Die Karte für Nachtschlittler kostet 19 Franken.

Engelberg

In Engelberg bieten sich drei Schlittelpisten an. Von der Gerschnialp führt eine 3,5 Kilometer lange Strecke nach Engelberg. Der Schlittelweg von der Brunnihütte nach Ristis ist 2,5 Kilometer lang. Erreichbar ist der Start mit der Sesselbahn. Die 700-Meter-Abfahrt auf der Fürenalp ist für Familien geeignet. Schlitten stehen gratis zur Verfügung.

Klewenalp

Der längste Schlittelweg der Zentralschweiz mit 9 Kilometern führt nach einem 3 Kilometer langen Spaziergang von der Klewenalp rund um den Klewenstock und über Twäregg hinunter nach Stockhütte und bei genügend Schnee durch die Waldabfahrt bis nach Emmetten. Schlitten können für 10 Franken gemietet werden. Die Schlittel-Tageskarte kostet 35 Franken (Jugendliche bis 19 Jahre 29 Franken, Kinder bis 15 Jahre 23 Franken). Im Preis inbegriffen sind die Retourfahrt mit der Luftseilbahn Beckenried–Klewenalp, Fahrten mit der Sesselbahn Ängi–Schneebar oder der Vierer-Sesselbahn Chälen, Berg- und Talfahrten mit der Gondelbahn Emmetten–Stockhütte, Postautofahrt von Emmetten nach Beckenried und umgekehrt.

Andermatt

In der Region Andermatt ist Schlittel­spass am Nätschen, in Dieni und am Furkapass garantiert. Die Oberalp-Passstrasse ist im Winter verkehrsfrei und als Schlittelweg kinderfreundlich. Die Länge der Abfahrt ist mit 7 Kilometern beachtlich. Auf der andern Seite des Passes führt ein 3 Kilometer langer Schlittelweg von Milez nach Rueras. Erreichbar ist er mit der Sesselbahn von der Talstation Dieni aus, wo Schlitten gemietet werden können. Auf dem Winterwanderweg an der Furka erreicht man in zwei Stunden Tiefenbach; von dort kann man nach Realp hinunterschlitteln. Der schnelle Schlittelweg verläuft auf der Passstrasse. Schlitten kann man im Hotel Tiefenbach mieten. Die Schlittel-Tageskarte am Nätschen kostet 22 Franken (Halbtax 17 Franken).

Rigi

Auf fünf Schlittelpisten geht es auf der Rigi bergab: Rigi Burggeist–Gschwänd (4 Kilometer); Kulm–Staffel–Klösterli (3,1); Kulm–Schwändi–Klösterli (4); Staffel–Klösterli (2,4); Staffelhöhe–Kaltbad (0,5). Die Luftseilbahn Obergschwend–Rigi Burggeist respektive die Sportpendelzüge ab Klösterli und Kaltbad bringen die Schlittler wieder an den Ausgangspunkt zurück. Nachtschlitteln ist von Rigi Kulm nach Rigi Staffel möglich. Wintersportausrüstung kann auf Rigi Kulm wie im Rigi-Sport-Kiosk in Rigi Kaltbad gemietet werden. Die Tageskarte kostet 47 Franken (Halbtax 36 Fr.).

Das müssen Schlittler beachten

Jedes Jahr ereignen sich beim Schlitteln fast 10 000 Unfälle. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) gibt deshalb folgende Tipps:

  • Helm tragen: Für Kinder wie auch für Erwachsene wird das Tragen eines Helms empfohlen, um Schädel- und Hirnverletzungen zu vermeiden. Zur Ausrüstung gehören auch geeignete Winterbekleidung und Schuhe mit gutem Profil.
  • Markierte Wege benutzen: Um gefährliche Hindernisse zu vermeiden, sollte man speziell markierte Strassen und Wege benutzen. Das Benützen von Schneesportpisten ist in der Regel verboten.
  • Tempo anpassen: Die meisten Unfälle passieren, weil man nicht rechtzeitig bremsen kann. Schlittler sollten sich mit der Brems- und Lenktechnik vertraut machen.
  • Sitzend fahren: Besonders gefährlich ist es, auf dem Bauch liegend zu schlitteln. Nur wer aufrecht auf dem Schlitten sitzt, hat das Gefährt unter Kontrolle.

red

HINWEIS
Weitere Tipps und Informationen finden Sie auf www.sicher-schlitteln.ch