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ZENTRALSCHWEIZ: So schmeckt der Sommer

Die Hitze hat die Region im Griff. Eine Glace als Abkühlung kommt da nur gelegen – doch welche soll es sein? Hier verraten Einheimische ihre Lieblingssorten.
Alexandra Hirsiger und Christian Hodel
Schleckt ihre Lieblingsglace: Fidan Emmenegger aus Kriens. (Bild: Manuela Jans)

Schleckt ihre Lieblingsglace: Fidan Emmenegger aus Kriens. (Bild: Manuela Jans)

Frisches, kühles Essen zu sich nehmen: Dies rät Meteo Schweiz für die heissen Tage. Und was eignet sich besser, als sich mit einer Glace Abkühlung zu verschaffen? «Vielleicht gibt es nach Feierabend noch einmal eine solche», sagt Cristina Meier, die sich gestern mit ihrer Kollegin Alena Böttcher bereits während der Mittagszeit auf der Luzerner Reussbrücke eine solche gönnt.

Favoriten: Cornet und Kaffeeglace

Bruno und Monika Wälle aus Kriens geht es genauso: «Wir können schon nicht mehr zählen, wie viele Glacen wir in den letzten Tagen hatten.» Die beiden schlecken genüsslich an zwei Cornets in der Krienser Badi. «Ich habe zwar lieber Eiskaffee, aber das Cornet ist halt praktischer, da es beim Schmelzen weniger über die Finger tropft», sagt Bruno Wälle. Auch für Fidan Emmenegger, ebenfalls aus Kriens, ist die Kaffeeglace der Favorit: «Ich mag zwar auch andere Glacesorten und auch Wasserglacen, aber am meisten esse ich Kaffeeglacen.»

Schweizer lieben Vanille

Er nehme meist Joghurt nature, das könne man gut kombinieren mit anderen Aromen, sagt Hans Schaller, Betriebsleiter der Gelateria Dieci am Luzerner Rathausquai. Verkauft hat die Gelateria hingegen in den vergangenen Tagen vor allem Stracciatella, Schokolade und Caramel. «Das sind unsere Verkaufsschlager», sagt Schaller.

Seine Kunden heben sich damit vom Durchschnitts-Schweizer ab, der seit Jahren unverändert ein Glacearoma bevorzugt: Die Hitparade wird mit grossem Abstand von Vanille angeführt. Gefolgt von Erdbeer und Schokolade, wie der Verband Glacesuisse in einer Broschüre schreibt, dem die sechs grössten Glacenproduzenten der Schweiz angehören. Fachleute glauben, dass dies vor allem an den vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten von Vanille liege.

Mehr Absatz bei Grossverteilern

Klarer Leader-Artikel sei bei der Genossenschaft Migros Luzern das «Creme d’Or Vanille», gefolgt von den Stängel-glacen Vanille und Schokolade, sagt Rahel Probst, Leiterin Unternehmenskommunikation. «Diese Migros-Kult-Glacen mit Seehund, Affe und Bär sind seit 40 Jahren beliebt.» Momentan seien besonders Produkte für den Sofort-Konsum gefragt – die Nachfrage sei in allen Filialen der Zentralschweiz gross. «Wir stellten bereits per Ende Juni einen höheren Absatz als letztes Jahr fest. 2014 war der Sommer ja eher etwas kühler», sagt Probst. Gute Glace-Monate seien in der Regel Mai bis September.

In einer durchschnittlichen Juliwoche verkaufe Coop rund die dreifache Glacemenge wie in einer durchschnittlichen Januarwoche, sagt Ramón Gander, Mediensprecher von Coop. «Und an einem besonders heissen Tag wie gestern kann sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr gar verdoppeln.» Bei den Kleinpackungen für den Strassenkonsum sei die «Frisco Coupe Café Glace» am beliebtesten. Ansonsten würden weiterhin die Vanilleglacen am besten verkauft.

5,2 Liter Glace pro Jahr und Kopf

Laut Glacesuisse verkauften ihre Mitglieder im vergangenen Jahr 43 Mil­lionen Liter Speiseeis – etwa gleich viel wie im Vorjahr. Gut drei Viertel der Glacen stammen aus schweizerischer Produktion. 2014 haben Herr und Frau Schweizer 5,2 Liter Glace verzehrt. Die Schweiz liegt damit laut Glacesuisse «seit je her im hinteren europäischen Mittelfeld». In Deutschland und Frankreich beträgt der Pro-Kopf-Konsum rund 8 Liter – am unteren Ende der Skala sind Griechenland und Portugal mit rund 4 Litern. Als europäischen Spitzenreiter figurieren Finnland und Schweden mit 12 Litern. Weltweit sind die absoluten Glaceliebhaber die Neuseeländer, hier konsumiert jeder Einwohner durchschnittlich jedes Jahr 28 Liter Glace.

Übrigens: Gemäss Reiseaufzeichnungen von Marco Polo aus dem Jahre 1298 war eine Art Glace schon bei den alten Chinesen um 3000 vor Christus verbreitet. Und auch die alten Griechen und Römer kannten Speiseeis.

Eron Knushi aus Kriens (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Eron Knushi aus Kriens (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Monika und Bruno Wälle aus Kriens. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Monika und Bruno Wälle aus Kriens. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Darwin Schürmann aus Kriens. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Darwin Schürmann aus Kriens. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

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