ZENTRALSCHWEIZ: Spenderblut: Notstand in der Region droht

Es braucht dringend neue Blutspender. In fünf von acht Blutgruppen sind die Reserven unter den Minimalbestand gesackt.

Yasmin Kunz
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Prekäre Lage: In der Region gibt es immer weniger Blutspender - und die Blutbeutel bleiben leer. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Prekäre Lage: In der Region gibt es immer weniger Blutspender - und die Blutbeutel bleiben leer. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Unfall, Krankheit oder Operation: Blutreserven können Leben retten. Bis Ende Juni wurden in der Zentralschweiz 3500 Liter Blut gespendet – das sind 500 Liter weniger als noch im Vorjahr. In der Region sind rund 9500 Spender registriert.

Hauptgrund für den Rückgang: Anfang Jahr wurde publik, dass der Spenderblut-Bedarf schweizweit um 6 Prozent abgenommen hat. Viele Spender gingen folglich davon aus, dass ihr Blut nicht mehr nötig ist. Ein Trugschluss mit Folgen, wie Tina Weingand, Chefärztin des Blutspendedienstes Zentralschweiz auf Anfrage der «Neuen Luzerner Zeitung» klar macht: «Die momentane Situation ist wirklich prekär.» Rudolf Schwabe, Direktor Blutspende des Schweizerischen Roten Kreuzes, sagt: «Die Bestände sind enorm tief.» Bei fünf der acht Blutgruppen ist der Reserve-Minimalbestand unterschritten. Am dringendsten ist der Bedarf in der Blutgruppe 0 negativ.