ZENTRALSCHWEIZ: «Tele 1-Gesuch wesentlich überzeugender»

Bundesrat Moritz Leuenberger hat an einer Medienkonferenz in Bern die Vergabe der Regionalfernseh-Konzessionen begründet. In der Zentralschweiz erfülle Tele 1 die Kriterien «wesentlich überzeugender» als TeleTell.

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Bundesrat Moritz Leuenberger an der Medienkonferenz vom Freitag. (Bild Keystone)

Bundesrat Moritz Leuenberger an der Medienkonferenz vom Freitag. (Bild Keystone)

«Die Bewerbung von Tele 1 erfüllt die Kriterien sowohl im Input- als auch im Outputbereich wesentlich überzeugender als als jene von TeleTell und weist bei unserer Beurteilung einen deutlichen Vorsprung auf», sagte Leuenberger an einer Medienkonferenz, die vom Schweizer Fernsehen live übertragen wurde. Deshalb habe Tele 1 den Konzessionszuschlag erhalten.

Das Projekt Tele 1 stammt aus dem Hause der LZ Medien, welche ihrerseits zur NZZ-Gruppe gehören. «Die NZZ-Gruppe wird damit in der Innerschweiz wegen ihrer Position im Printbereich und bei den elektronischen Medien eine starke Stellung einnehmen, aber das ist in Kauf zu nehmen. Das Gesetz will das so», erklärte Leuenberger.

Laut Leuenberger werde TeleTell seinen Betrieb höchstwahrscheinlich einstellen müssen. Es könne zwar weiter senden, jedoch ohne Gebührengelder zu erhalten. «Falls es nicht weiter sendet, ist immerhin zu sagen, dass TeleTell mit Tele M1, welches eine Bewilligung erhält, sehr enge, auch personelle Verbindungen hat. Deshalb können wir davon ausgehen, dass keine Arbeitsplätze gefährdet sind.»

TeleTell gehört seit 1998 zu den AZ Medien. Die LZ Medien sind Minderheitsaktionärin mit einem Anteil von rund 6,5 Prozent.

bac

«Tagesschau»-Bericht über die Konzessionsvergabe: