ZENTRALSCHWEIZ: Tierschützer kritisieren die Kantonstierärzte

Die Zentralschweizer Kantonstierärzte setzen die Tierschutzverordnung nicht konsequent genug durch, findet der Tierschutz. Das sorgt für Unmut.

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(Bild Werner Schelbert)

(Bild Werner Schelbert)

Am 7. März stimmt das Schweizer Volk darüber ab, ob die Kantone künftig Tieranwälte einstellen müssen. Bitter nötig sei das, findet Claudio Protopapa, Präsident des Schwyzer Tierschutzvereins. Denn in der Zentralschweiz werden Delikte gegen die Tierschutzverordnung seltener zur Anzeige gebracht als in anderen Kantonen. In den meisten Fällen kämen Täter mit einer bescheidenen Busse davon.

Veterinäre wehren sich
Ein Vorwurf, den die Vorsteher der Veterinärämter in der Zentralschweiz so nicht hinnehmen wollen. «Die Zahl der Strafanzeigen sagt nichts über die Tierschutzsituation in einem Kanton aus», sagt der Luzerner Kantonstierarzt Josef Stirnimann. Und sein Zuger Amtskollege Werner Limacher, der wie Stirnimann gegen den Tieranwalt ist, ergänzt, dass schon heute bei Tierschutzverstössen schnell reagiert werde. Der Kantonstierarzt der Urkantone, Josef Risi, sagt: «Wir gehen jeder Meldung nach.»

Statt eines Tieranwalts fordern die Kantonstierärzte bessere Bedingungen bei der Justiz. Zum Beispiel indem ein Staatsanwalt eingesetzt würde, der sich mit Fragen rund um die Tiergesetzgebung auskennt.

sg.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie am Montag in der «Neuen Luzerner Zeitung» und ihrer Regionalausgaben.