ZENTRALSCHWEIZ: Umstellung auf Basisschrift unterschiedlich

Die von den Deutschschweizer Erziehungsdirektoren empfohlene Einführung der Basisschrift erfolgt in den Zentralschweizer Kantonen zu unterschiedlichen Zeiten. Nach dem Pilotkanton Luzern 2011 will Obwalden 2015 nachziehen. Mehrere Kantone haben noch nicht entschieden.

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Zwei Erstklässler bei der Arbeit (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Zwei Erstklässler bei der Arbeit (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Obwalden führt die neue Schrift für Erstklässler ab dem Schuljahr 2015/16 ein. Die teilverbundene Schrift sei einfacher zu erlernen als die unter der Bezeichnung «Schweizer Schulschrift» bekannte voll verbundene «Schnüerlischrift», teilte die Staatskanzlei Obwalden am Freitag mit.

Ein Jahr später will auch Uri die neue Schrift einführen. Der Erziehungsrat beschloss am Mittwoch das entsprechende Konzept zur Einführung per 1. August 2016. Dann wird die Basisschrift gleichzeitig von der 1. bis zur 3. Klasse eingeführt.

Noch nicht entschieden über eine Einführung haben die Kantone Schwyz, Nidwalden und Zug. Sie erfolge voraussichtlich mit der Einführung des Lehrplans 21, sagte Werner Bachmann, Leiter des Amts für gemeindliche Schulen im Kanton Zug. Einen Entscheid dazu werde die Regierung im Frühling 2015 fällen.

Im Kanton Schwyz wollten die Behörden erst die Empfehlung der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren abwarten. Ein Entscheid über die Einführung und das Datum sei deshalb noch nicht gefallen, sagte Bruno Wirthensohn, Leiter Abteilung Schulfragen im Kanton Schwyz.

Die Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz (D-EDK) gab am Montag ihre Empfehlung bekannt, wonach Schüler und Schülerinnen in der Deutschschweiz künftig die Basisschrift anstelle der "Schnüerlischrift" lernen sollen. In den vergangenen Jahren sei aus der Lehrerschaft immer wieder der Ruf gekommen, die bisherige Schulschrift durch eine zeitgemässe Schrift zu ersetzen, teilte die D-EDK mit.

Im Kanton Luzern war die Basisschrift auf das Schuljahr 2011/12 in der Primarschule verbindlich eingeführt worden, in der Stadt Luzern bereits vier Jahre früher. Auch andere Schulen setzen bereits auf eine teilverbundene Schrift.

Die D-EDK übernimmt die Rechte an der neuen Schrift vom Kanton Luzern. Künftig soll diese als "Deutschschweizer Basisschrift" bezeichnet werden. (sda)