ZENTRALSCHWEIZ: Zahl der Pflegekinder nimmt massiv zu

Die Erziehung der Kinder bereitet immer mehr Eltern grosse Probleme. Fachleute bezeichnen die Entwicklung als Besorgnis erregend.

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In der Zentralschweiz erhielten im vergangenen Jahr 83 Kinder ambulante Hilfe. (Bild Keystone)

In der Zentralschweiz erhielten im vergangenen Jahr 83 Kinder ambulante Hilfe. (Bild Keystone)

Die Fachstelle Kinderbetreuung Zentralschweiz hat alle Hände voll zu tun. 83-mal musste sie 2007 bei Kindern und deren Eltern ambulante Hilfe leisten.

2006 wurden noch 33 Fälle registriert. 42-mal mussten Kinder notfallmässig in Pflegefamilien untergebracht werden (im Vorjahr 22 Fälle).

Diese Tendenz stellt man auch in vielen Kantonen und Gemeinden der Zentralschweiz fest. «Die Zunahme ist Besorgnis erregend», sagt Ruedi Meyer, der Leiter des Nidwaldner Sozialamtes. Leo Odermatt, Präsident der Zentralschweizer Sozialdirektorenkonferenz, sagt: «Dies wirkt sich auch auf die Schule aus. Sie muss zunehmend erzieherische Aufgaben übernehmen.»

Ambulante Hilfe wird ausgebaut
Die Fachstelle Kinderbetreuung erhöht nicht nur die Zahl der Pflegeplätze, sondern auch ihr ambulantes Angebot aus. Wo immer möglich, sollen die Mitarbeiterinnen, die auch als «Super-Nannys» bekannt sind, eine Notaufnahme in einer Pflegefamilie verhindern. Auch aus finanziellen Gründen: «Die ambulante Hilfe ist nicht nur für die Kinder besser, sondern sie spart auch Kosten», sagt Franziska Beer.

Dominik Buholzer/Simon Schärer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.