ZENTRALSCHWEIZ: Zugsverkehr soll bis 2030 kräftig ausgebaut werden

Deutlich mehr Züge auf der Achse Zürich-Zug-Luzern-Sursee und in der ganzen Zentralschweiz Halb- oder Viertelstundentakte: So stellt sich die Zentralschweizer Konferenz des öffentlichen Verkehrs (ZKöV) das regionale Bahnangebot bis 2030 vor.

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Die Strecke Zürich-Zug-Luzern-Sursee soll in den nächsten 15 Jahren ausgebaut werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Strecke Zürich-Zug-Luzern-Sursee soll in den nächsten 15 Jahren ausgebaut werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die ZKöV hat am Freitag beim Bund ein entsprechendes regionales Angebotskonzept eingereicht, wie es in einer Mitteilung heisst. Zur ZKöV gehören alle Zentralschweizer Kantone sowie die betroffenen Transportunternehmen.

Die Zentralschweizer Behörden und Bahnen fordern bis 2030 mehr Zugsverbindungen auf den stark wachsenden Hauptverkehrsachsen. Damit gemeint ist vor allem die Strecke Zürich-Zug-Luzern-Sursee. Auf ihr sollen mehr Regio-Express-Verbindungen verkehren.

Geplant sind etwa neue Zugsangebote von Zürich ohne Umsteigen nach Sursee oder vom Rontal nach Bern. Zu den Hauptverkehrszeiten soll auch die S-Bahn öfter in Richtung Ob- und Nidwalden fahren.

Die ZKöV will auf den Zentralschweizer Bahnlinien den Halbstundentakt zur Regel machen. In dichten Siedlungsgebieten soll gar grundsätzlich der Viertelstundentakt gelten.

Die ZKöV begründet den Ausbauwunsch unter anderem mit der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region und dem Bevölkerungswachstum. Die Zentralschweizer gehen nach einer eigenen Kapazitätsanalyse für die Strecke Zürich-Luzern-Sursee von einer Nachfragesteigerung von bis zu 70 Prozent bis 2030 aus. Das Bundesamt für Verkehr rechnete im Zentralschweizer Regional- und Fernverkehr von 2012 bis 2030 mit einem Nachfragewachstum von 30 Prozent.

Das neue Wunschkonzept der Zentralschweizer setzt die Realisierung von geplanten Bahninfrastrukturen wie dem Durchgangstiefbahnhof in Luzern und dem Zimmerbergbasistunnel II zwischen Thalwil ZH und Zug. Die Zentralschweiz sei bei den bisherigen Ausbauschritten im Bahnverkehr wenig berücksichtigt worden, schreibt die ZKöV.

Für die Bahnplanung ist gemäss der Vorlage zur Vorlage "Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur" (FABI) der Bund zuständig. Er erstellt nun aus den regionalen Angebotskonzepten einen gesamtschweizerischen Plan für 2030. Dieser soll 2018 den eidgenössischen Räten vorgelegt werden. Das verabschiedete Konzept ist entscheidend für die Bahninfrastrukturprojekte, die bis 2030 realisiert werden sollen. (sda)