ZENTRALSCHWEIZ: Zum Jahresende gab es mehr Arbeitslose

In der Zentralschweiz waren im Dezember 8950 Personen arbeitslos gemeldet, 572 mehr als im Vormonat. Im Gesamtjahr 2015 stieg die Zahl der Arbeitslosen im Schnitt um 333 auf 7913. Im schweizweiten Vergleich bleibt die Arbeitslosenquote in der Zentralschweiz tief.

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Im Dezember gab es in der Zentralschweiz 572 mehr Arbeitslose als im Vormonat. (Symbolbild Neue LZ)

Im Dezember gab es in der Zentralschweiz 572 mehr Arbeitslose als im Vormonat. (Symbolbild Neue LZ)

Von den bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) registrierten Arbeitslosen in der Zentralschweiz lebte Ende Jahr mehr als die Hälfte, nämlich 4890 (+256), im Kanton Luzern, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte.

In Zug waren 1648 (+93) Arbeitslose registriert, in Schwyz 1627 (+132). Deutlich tiefer ist die Zahl der Arbeitslosen in den Kantonen Nidwalden (318/+43), Obwalden (237/+15) und Uri (230/+33).

Der starke Anstieg im Dezember in der ganzen Schweiz geht laut Seco unter anderem auf saisonale Gründe zurück. Trotzdem stieg insgesamt die Arbeitslosigkeit im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr bei einem moderaten, rückläufigen Wirtschaftswachstum weiter an.

In den sechs Zentralschweizer Kantonen verschlechterten sich die Arbeitslosenquoten ausser in Obwalden erneut leicht, blieben aber weiter deutlich unter dem schweizerischen Schnitt von 3,7 (+0,3) Prozent.

Die höchste Quote in der Zentralschweiz wies mit 2,6 (+0,2) Zug aus, vor Luzern (2,3/+0,1), Schwyz (1,9/+0,1), Nidwalden (1,4/+0,2), Uri (1,2/+0,1) und Obwalden (1,1/unverändert).

Höhere Arbeitslosenquote in der Schweiz

Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz hat sich gegen Jahresende nochmals deutlich verschärft. Im Dezember waren so viele Menschen ohne Arbeit wie seit April 2010 nicht mehr. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,4 Prozent im November auf 3,7 Prozent.

Zum ersten Mal seit langer Zeit ist im Dezember auch die saisonbereinigte Arbeitslosenquote wieder angestiegen. Sie erreichte 3,4 Prozent. Zuvor lag sie seit Mitte 2013 unverändert bei 3,2 Prozent.

Im Gesamtjahr 2015 stieg die Arbeitslosenquote leicht von 3,2 Prozent auf 3,3 Prozent, wie das Staatssekretariat Seco am Freitag mitteilte. 142'810 Personen waren 2015 ohne Arbeit. Das sind etwa 6000 oder 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Ausser im Januar lagen alle Monatswerte deutlich über den Vorjahreswerten.

Die Jugendarbeitslosigkeit liegt mit einem Jahresdurchschnitt von 3,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Sie hat sich seit 2011 kaum verändert. Bei den älteren Arbeitnehmern (ab 50 Jahren) liegt die Quote mit 2,9 Prozent zwar ebenfalls nur geringfügig höher als im Vorjahr. Doch diese Quote nimmt seit 2013 stetig zu.

(sda)