Zentralschweizer Bergbahnen erhalten Geld

Wegen der Frankenstärke schüttet der Bund bis Mitte Dezember über 11 Millionen Franken an Transportunternehmen aus. Davon Profitieren auch die Matterhorn-Gotthard-Bahn, die Stoosbahnen AG, die Dallenwil-Wirzweli AG und die Treib-Seelisberg-Bahn.

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Transportunternehmen, die wegen des starken Frankens Einnahmeneinbussen im regionalen Personenverkehr hinnehmen müssen, bekommen bis Mitte Dezember 11,2 Millionen Franken vom Bund. Dies hat das Bundesamt für Verkehr gestern mitgeteilt. Das Geld ist Teil des 870-Millionen-Franken-Paketes zur Frankenstärke-Abfederung.

Zentralschweiz: Vier Bahnen

Total profitieren 27 Verkehrsunternehmen von Zuschüssen. Darunter sind auch vier, die in der Zentralschweiz tätig sind: Die Matterhorn-Gotthard-Bahn bekommt bis Mitte Dezember 2,625 Millionen Franken, um Einnahmeausfälle zu kompensieren – sie ist damit der grösste Bezüger; die Stoosbahnen AG erhält 200'000 Franken, die Luftseilbahn Dallenwil-Wirzweli AG 20'000 Franken und die Treib-Seelisberg-Bahn AG 5000 Franken.

Erzielt ein Unternehmen allerdings auf Linien mit diesen Zusatzabgeltungen Gewinne, werden diese von den Abgeltungen für das Fahrplanjahr 2012 abgezogen. Damit werde sichergesellt, dass nur Unternehmen profitieren, welche tatsächlich von der Frankenstärke betroffen seien, schreibt das Bundesamt für Verkehr.

Stoos: Schnee wichtiger

Wegen des starken Frankens besuchen weniger Feriengäste die Schweiz, was vielen lokalen Transportunternehmen Einnahmeausfälle beschert hat. Weitere 6,8 Millionen Franken sollen im nächsten Jahr zum gleichen Zweck ausgeschüttet werden. Allzu schlimm seien diese Ausfälle zumindest im Stoosgebiet nicht, sagt zumindest Verwaltungsratspräsident Thomas Meyer. «Wichtiger ist, dass es bald schneit.»

Luzia Mattmann/bep