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Zentralschweizer Gemeinden liegen bei der Solarnutzung an der Spitze

Mit einer neuen Studie wurde die Ausnutzung des Solarpotenzials in der Schweiz ausgewertet. Einige Zentralschweizer Gemeinden nehmen bei der Nutzung von Solarenergie zwar eine Vorreiterrolle ein. Doch auch sie schöpfen das vorhandene Potenzial bei weitem nicht aus.

(pd/spe/sda) Dies zeigt eine Studie im Auftrag von WWF Schweiz. Die Organisation Swiss Energy Planning (SEP) hat untersucht, wie hoch die Ausnutzung der Solarenergie im Vergleich zum Potenzial auf geeigneten Schweizer Dächern ist. Gemäss der Untersuchung weisen die Schweizer Gemeinden durchschnittlich eine Ausnutzung von drei Prozent auf.

Im schweizweiten Vergleich liegen die fünf Luzerner Gemeinden mit der kantonal höchsten Ausnutzung sowie Sarnen in Obwalden und Stansstad in Nidwalden deutlich über dem Durchschnitt:

Zentralschweizer Gemeinden mit der höchsten Nutzung des Solarenergie-Potenzials

Platz Gemeinde Ausnutzung Potenzial *
1 Triengen 16,2
2 Mauensee 15,79
3 Sarnen 14,12
4 Stansstad 13,27
5 Altbüron 12,74
6 Zell 12,27
7 Ruswil 11,31
8 Steinerberg 6,66
9 Hünenberg 6,21
10 Sachseln 6,16
11 Reichenburg 5,91
12 Flüeli-Ranft 5,62
13 Einsiedeln 5,15
14 Alpnach 4,96
15 Schwyz 4,68
16 Menzingen 4,64
17 Baar 4,52
18 Erstfeld 4,48
19 Ennetmoos 4,41
20 Innerthal 4,3
21 Bauen 4,08
22 Cham 3,99
23 Kerns 3,93
24 Oberägeri 3,84
25 Stans 3,14
26 Oberdorf 2,23
27 Dallenwil 2,16
28 Seelisberg 2,03
29 Schattdorf 1,8
30 Silenen 1,44

Schwyz, Zug und Uri liegen zurück

Zwar haben Obwalden und Nidwalden je eine «Vorzeigegemeinde», was die Solarnutzung angeht. Die folgenden Gemeinden liegen allerdings mit 6 respektive 4 Prozent und weniger weit zurück.

Beste Schwyzer Gemeinde ist Steinerberg mit 6,66 Prozent, in Zug ist es Hünenberg mit 6,21 Prozent und im Kanton Uri Erstfeld mit 4,48 Prozent. Die Gründe für die Unterschiede seien vielfältig, sagte Myriam Planzer, Projektleiterin Energiewende beim WWF auf Anfrage.

Sie reichen vom Einfluss innovativer Einzelpersonen über vorhandene Dachflächen bis hin zu attraktiven Förderprogrammen. Man habe diese Gründe nicht systematisch ausgewertet.

Gemeinden sollen Vorbild-Funktion übernehmen

Die Gemeinden könnten laut WWF als Vorbild bei der Solarenergie-Produktion vorangehen, etwa indem sie die gut geeigneten Dächer nutzen, die sie als öffentliche Hand besitzen. Das seien zum Beispiel Verwaltungsgebäude, Schulen und Turnhallen. Zudem könnten sie den Bau von Solaranlagen vorantreiben. Einwohner bräuchten attraktive Rückliefertarife und Förderbedingungen.

Zwar erreichte bei der Auswertung die mit Abstand «beste» Gemeinde Onnens (VD) dabei eine Ausnutzung von 78,95 Prozent. Und auch einige weitere Gemeinden wie Neuendorf (AG), Courgenay (JU), Mellikon (AG) oder Valsot (GR) schafften über 20 Prozent. Insgesamt rund 20 Schweizer Gemeinden weisen eine Ausnutzung von mehr als 20 Prozent des Solar-Potenzials auf, wie die Übersicht zeigt:

Doch die durchschnittlichen 3 Prozent seien längst nicht genug, um die Klimakrise abzuwenden, schreibt der WWF in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Schweiz habe auf ihren Dächern ein noch fast unangetastetes Potenzial, um den Ausstieg aus Erdöl und Erdgas zu ermöglichen.

Swiss Energy Planning (SEP)

SEP entwickelt Software zur schweizweiten systematischen Planung von erneuerbaren Energien. Hinter der Organisation steht das Team der Geoimpact AG.

Erfasst wurde für die Untersuchung die Leistung aller installierten Anlagen, die bei der für Solarenergie-Vergütungen zuständigen Verwaltungsstelle gemeldet sind und im Januar 2018 aktiv waren. Als Grundlage für die Berechnung der geeigneten Dächer dienten Daten des nationalen Solarkatasters des BFE.

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