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Der LZ-Jass geht in die 13. Runde: Auch die Ernis sind wieder dabei – und hoffen auf ein gutes Blatt

Die Zentralschweizer Jassmeisterschaft beginnt am Donnerstag – neu wird auch in Emmenbrücke geklopft. Für Seppi und Heidi Erni aus Sempach ist die Jassmeisterschaft unter anderem eine Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen.
Roger Rüegger
Josef und Adelheid Erni nehmen regelmässig an den Zentralschweizer Jassmeisterschaften teil. (Bild: Boris Bürgisser, Sempach, 27. September 2019)

Josef und Adelheid Erni nehmen regelmässig an den Zentralschweizer Jassmeisterschaften teil. (Bild: Boris Bürgisser, Sempach, 27. September 2019)

Es herbstelet. Viele Jasserinnen und Jasser hoffen jetzt wieder auf ein gutes Blatt, mit dem sie zünftig punkten können. Obwohl das Spiel nicht von Wetter und Jahreszeit abhängt – wenn es abkühlt und früher eindunkelt, beginnt die Jass-Saison mit Turnieren und Meisterschaften.

So werden diese Woche die Karten für die 13. Zentralschweizer Jassmeisterschaft neu gemischt. Am Donnerstag, 3. Oktober, wird im Restaurant Prélude im Le Théâtre in Emmenbrücke die erste von 19 Vorausscheidungen der Jassmeisterschaft der Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben ausgetragen.

Heidi ist im Löwen oft zur Not eingesprungen

Viele der Jasser sind Stammgäste, die an mehreren Ausscheidungen teilnehmen. So auch Seppi und Heidi Erni aus Sempach. «Die Turniere erleben wir als schöne Zusammenkünfte. Wir jassen gerne, aber es ist auch eine Gelegenheit, Bekannte zu treffen und neue Leute kennen zu lernen. Wir haben gerne Gesellschaft», sagt Seppi Erni, der heuer 70 wird. Der pensionierte Wirt – die Ernis waren 37 Jahre Gastgeber im «Löwen» in Neuenkirch – ist leidenschaftlicher Jasser, aber einer, der nie als verbissener Wettkämpfer spielt. «Ich habe Freude, wenn ich gute Karten in der Hand halte, einen Mitspieler zugelost bekomme, der das Spiel versteht, und dazu noch vier ehrliche Jasser am Tisch sitzen», zählt er auf. Auch Heidi Erni lässt sich gerne zu einem Spielchen überreden. An drei oder vier der LZ-Jass-Vorausscheidungen ist sie mit von der Partie. Doch so oft wie als Wirtin spielt sie nicht mehr.

«Im Löwen wurde viel gespielt. Am Samstagnachmittag waren manchmal bis zu fünf Jassete im Gange. Wenn ein Spieler Verspätung hatte, bin ich in der Not eingesprungen, damit die anderen trotzdem loslegen konnten», sagt die 68-Jährige. Seppi Erni aber spielte aus Prinzip nie in der Gaststube. «Ich hatte dafür schlicht keine Zeit», stellt er fest.

Heute ist das ganz anders. Als Pensionär hat er reichlich Zeit und auch Lust. «Wenn möglich jasse ich jede Woche mit ein paar älteren Herren aus der Region», sagt er. Die Runde, an der er regelmässig teilnimmt, hat sich übrigens an einer der Vorausscheidungen der Zentralschweizer Jassmeisterschaft ergeben. Ganz aus ihrer Rolle schlüpfen können die Ernis aber doch nicht. An drei Vorausscheidungen übernehmen sie das ­Catering. «Keine grosse Sache. Wir organisieren die Getränke und vielleicht Sandwiches. Wir wissen ja noch, wie das geht», sagt Seppi Erni.

Jassturnier mit drei neuen Austragungsorten

Heuer wird es bei der Zentralschweizer Jassmeisterschaft gegenüber den Vorjahren einige Veränderungen geben. So ist das Restaurant Wichlern in Kriens nicht mehr Austragungsort. Dafür, wie erwähnt, das Restaurant Prélude in Emmenbrücke. In Horw wird zudem am 13. Oktober neu im Pfarreizentrum gespielt. Im Vorjahr war der Carterminal von Gössi Carreisen AG Spielort. Neu wird auch in Kriens im Zentrum Bruder Klaus gejasst. Organisator Hansjörg Kaegi: «Wir haben das Turnier dieses Jahr mit einer zusätzlichen Vorausscheidung aufgestockt. Ziel ist, dass wir in die Nähe der Rekordteilnehmerzahl von 2114 Jasserinnen und Jassern im Jahr 2017 herankommen.» Im letzten Jahr haben 1714 Personen teilgenommen. Der Spielort Emmenbrücke ist nach 2009 wieder auf dem Programm. Kaegi hofft zum Auftakt auf rund 100 Teilnehmer.

Für die Vorausscheidungen sind keine Anmeldungen nötig – mit Ausnahme vom 19. Oktober in Schwyz im Mythen Forum. Gespielt wird der Schieber mit zugelostem Partner. Der Einsatz beträgt 25 Franken. Die Standblattausgabe erfolgt um 18.30 Uhr. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. In Willisau (Schlossschür) und Hünenberg (Böschhof Kultursilo) beginnt der Jass bereits um 13.30 Uhr.

17-tägige Reise als Hauptpreis

Die besten zehn Prozent der Vorausscheidungen qualifizieren sich für den Final am 14. Dezember im Kulturzentrum Braui in Hochdorf. Zu gewinnen gibt es eine 17-tägige Reise ans Nordkap und die Lofoten für zwei Personen im Wert von 9360 Franken. Für Seppi und Heidi Erni, die gerne auf Reisen gehen, ein zusätzlicher Anreiz: «Wir haben schon mehrere Preise an anderen Turnieren gewonnen. Einmal eine Flugreise nach Bordeaux, und ein anderes Mal haben wir an der Saujasset in Menznau 18 Kilogramm Schweinscarrée mitgenommen.» Den Final haben übrigens beide schon mehrere Male erreicht. Im Vordergrund stehe aber immer noch die Freude am Spiel.

Hinweis: Weitere Infos zur Jassmeisterschaft unter www.luzernerzeitung.ch/jassen

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