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ZÜRICH/SCHWYZ: Zürich will Entlastungsstollen weiter planen

Der definitive Entscheid für den Sihl-Hochwasserschutz verzögert sich bis 2017/18. Bis dahin plant der Zürcher Regierungsrat den Entlastungsstollen weiter. Möglich bleibt auch die zweite Hochwasserschutz-Option, ein Ausbau des Etzel-Wasserkraftwerks am Sihlsee.

Die Kantone Zürich und Schwyz hatten im April 2012 zwei mögliche Lösungen für den Hochwasserschutz an Sihl, Zürichsee und Limmat vorgestellt: einen Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil sowie eine Kombination von Massnahmen am Sihlsee mit einem Ausbau der Pumpspeicherung beim Etzel-Kraftwerk - dies im Rahmen der Neukonzessionierung des Kraftwerks.

Seither haben Zürcher und Schwyzer Fachleute Grundlagen erarbeitet und vertiefte Abklärungen gemacht. Zudem wurden an der ETH Zürich zwei Modellversuche durchgeführt.

Die vertieften Abklärungen lieferten zahlreiche Erkenntnisse, wie der Regierungsrat am Freitag mitteilte. So hätten die Fachleute ermittelt, dass die in beiden Konzepten geplante Umsetzung von Sihl-Hochwasserspitzen in den Zürichsee nur zu einem geringen Anstieg des Seespiegels von rund fünf Zentimetern führe.

Ferner habe sich gezeigt, dass die Neukonzessionierung des Etzelwerks sehr aufwendig sei. Damit würden auch die Abklärungen zur "Kombilösung Energie" erheblich länger dauern als ursprünglich angenommen. Die SBB könne den Hochwasserschutz bei einer "Kombilösung Energie" erst im Rahmen eines im März 2015 gestarteten Vorprojekts untersuchen.

Stollen könnte bis 2022 gebaut sein

Die Verzögerung und Ergänzung bei der "Kombilösung Energie" haben nun zur Folge, dass der Zürcher Regierungsrat erst im Winter 2017/18 und nicht wie vorgesehen schon im laufenden Jahr über die Wahl eines der beiden Hochwasserschutzkonzepte entscheiden kann.

Das hohe Sachwertrisiko von bis zu 5,5 Milliarden Franken alleine in der Stadt Zürich rechtfertige es jedoch, noch vor dem Konzeptentscheid des Regierungsrates mit der Projektierung des Entlastungsstollens Langnau am Albis-Thalwil zu beginnen, heisst es weiter. Der Regierungsrat hat dafür einen Objektkredit von 4,65 Millionen Franken bewilligt.

Sollte im Winter 2017/18 der Entscheid für den Entlastungsstollen fallen, würde dieser aufgrund der vorgezogenen Projektierung rund drei Jahre früher zur Verfügung stehen.

Die Kosten für den Entlastungsstollen werden auf 122 Millionen Franken geschätzt. Der Stollen könnte bereits 2022 in Betrieb gehen. Bei der "Kombilösung Energie" lassen sich die voraussichtlichen Kosten für den Kanton Zürich noch nicht beziffern. Die Kosten dürften aber wesentlich günstiger ausfallen. Diese Lösung könnte bis frühestens 2025/26 realisiert werden. (sda)

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