Zug
Die Militärmusik der Rekrutenschule begeistert ihr Publikum

Der Zuger Spielführer Mathias Bienz eröffnet das Konzert der Militärmusik Rekrutenschule mit dem Schweizerpsalm.

Martin Mühlebach
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Das Spiel der Armeeangehörigen kam beim Publikum im Theater Casino Zug hervorragend an.

Das Spiel der Armeeangehörigen kam beim Publikum im Theater Casino Zug hervorragend an.

Bild: Maria Schmid (12. Oktober 2021)

Der Theatersaal im Casino Zug war gut besetzt, als die Formation B der Militärmusik Rekrutenschule 16-2/21 einen grossartigen Konzertabend eröffnete. Das Publikum erhob sich von den Sitzen, als das Blechbläser Ensemble der Formation B unter der Spielleitung des Zuger Leutnants Mathias Bienz den Schweizerpsalm intonierte. Der Urzuger betonte hinterher: «Das Konzert in meiner Stadt eröffnen zu dürfen, war mir eine grosse Ehre.» Yannick Weis und Werner Zumsteg, die kompetent durchs Programm führten, versorgten das Publikum mit wissenswerten Angaben zu den Stücken und zu militärischen Hintergrundinformationen. So war zu erfahren, dass die Militärmusiker die ersten 15 Wochen ihrer RS in zwei voneinander getrennten Formationen genossen hätten, um die Corona-Schutzmassnahmen gut umsetzen zu können. Zumsteg versprach:

«Heute Abend aber werden die Formationen A und B das Konzert mit einem gemeinsamen Auftritt abschliessen.»

Mathias Bienz sagte vor dem Konzertbeginn: «Unsere Militärmusik RS 16-2 ist in drei Formationen aufgeteilt: ein Blasorchester (A), ein Blechbläser-Ensemble (B) und eine Tambourengruppe. Die drei Formationen bieten ein breites Repertoire und eine Vielzahl an Klangfarben sowie technischem Können.» Das Publikum kam tatsächlich in den Genuss eines grossartigen, hochstehenden und abwechslungsreichen Programms. Das Repertoire an Märschen – darunter «Vivat Lucerna» von Arthur Ney oder «Dr Adjudant» von Philipp Meyer –, welches die Tambouren zum Besten gaben, erstreckte sich über Pop und Balladen bis zur Klassik. So unterschiedlich der Musikgeschmack auch sein mag, so sicher ist, dass die Militärmusiker jedem Musikliebhaber etwas Besonderes zu bieten haben. Trompeter Soldat Marco Böni aus Weesen erzählte: «Wir haben sehr viele Einzel-, Register- und Gesamtproben und weiterführende Musiktheorie und Spielführung. Die Ausbildung macht Spass, obschon sie mental recht anspruchsvoll ist.»

Spielführer Mathias Bienz auf dem Dirigentenpodest.

Spielführer Mathias Bienz auf dem Dirigentenpodest.

Bild: Maria Schmid (12. Oktober 2021)

Mehrere Höhepunkte

Einige musikalische Perlen herauszustreichen, ist nicht ganz einfach. Jedes einzelne Stück wurde hervorragend wiedergegeben. Die herrlichen Melodien von «The best of A. Lloyd Webber», das mit bekannten Tessiner Liedern bestückte «Preludio Ticino» oder die «Bohemian Rhapsody» von Freddy Mercury wurden vom Publikum mit grossem Applaus bedacht. Die Formation A begeisterte mit ihrem Hauptstück «A Century of Music» von Etienne Crausaz.

Hauptmann Roger Hasler, der zusammen mit Stabsadjutant Philipp Rütsche und Wachtmeister Nicolas Gehrig die Leitung des Rekrutenspiels 16-2/2021 innehat, liess es sich nicht nehmen, persönlich als Dirigent zu fungieren. Ein absolutes Highlight boten im zweiten Programmteil die Tambouren, die in völliger Dunkelheit im Stück «Golden Circle» ihre neonfarbenen Leuchtschlägel durch die Luft und auf ihre Trommeln wirbelten. Mit zwei Zugaben ging ein Konzert zu Ende, das dem anwesenden Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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