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1.-MAI-FEIER: «Eine gerechte Welt soll keine Utopie sein»

Auch wenn die traditionelle 1.-Mai-Feier in Zug auch in diesem Jahr verregnet war, gab es trotzdem allerlei kämpferische Reden zu hören. Es ging um günstigen Wohnraum und nachhaltiges Konsumverhalten.
Carina Blaser
Doris Bianchi vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund hielt eine der Reden an der 1.-Mai-Feier in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. Mai 2017))

Doris Bianchi vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund hielt eine der Reden an der 1.-Mai-Feier in Zug. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. Mai 2017))

Auf dem Landsgemeindeplatz war am Tag der Arbeit ein weiteres Mal viel Einsatz und Idealismus versammelt. Besonders junge und politisch Aktive trafen sich zur traditionellen Feier im Herzen von Zug. Traditionell war nicht nur die Feier, sondern auch das Regenwetter.

Dies scheint jedoch die Stimmung jeweils nicht gross zu trüben. «Eine positive, soziale und gerechte Gesellschaft soll keine Utopie sein», so die Worte von Doris Bianchi vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Bianchi wies aber darauf hin, dass es dafür einige Veränderungen und insbesondere eine Bewegung brauche, welche sich vergrössern müsse. Insbesondere die Gewerkschaft solle sich gegen ein «Arbeiten ohne Grenzen» wehren. Damit wies sie auf die geplante Veränderung des Arbeitsgesetzes hin.

In Zug Wohlstand und woanders Ausbeutung

An den Ständen rund um das Rednerpult wurde sich für verschiedene Anliegen eingesetzt. So sammelte die Alternative-die Grünen (ALG) beispielsweise Unterschriften für verschiedene Initiativen. «Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass die Gewerkschaften die Privilegien, welche wir geniessen, hart erkämpft haben», erklärt Marco Knobel, ALG- und Gewerkschaftsmitglied. Die Rohstoffkonzerne, welche gehäuft in Zug ansässig seien, würden hier zwar zum Wohlstand führen, hätten aber auch eindeutig Schattenseiten. Sie würden in anderen Ländern nämlich die Ausbeutung von Mensch und Umwelt fördern, so Knobel. Für musikalische Unterhaltung zwischen den Reden sorgte Multitalent Jasmin Lötscher aka Jazzmine. Das Rednerpult war offen für alle, die Hauptreden hielten am Montagnachmittag aber Astrid Estermann (Alternative-die Grünen), Fabian Freimann (SP Kanton Zug) und Doris Bianchi (SGB). Während Estermann auf die Abstimmung vom 21. Mai aufmerksam machte: «Wir müssen versuchen, günstigen Wohnraum zu erhalten», wies Fabian Freimann anhand eines einfachen Baumwollshirts auf die Missstände in der «Geiz-ist-geil-Gesellschaft» hin. «Jeder von uns könnte etwas gegen die moderne Sklaverei tun», so Freimann. Während sich über Zug ein Regenschauer niederliess und die Besucher in der Kälte schlotterten, wurde somit ein weiteres Mal versucht, ein kleines bisschen die Welt zu verbessern. Dies sei auch nötig, findet René Windlin von der Gewerkschaft des Verkehrspersonals: «Durch den Druck der Politik, immer mehr zu sparen und effizienter zu sein, beobachten wir eine sehr ungute Entwicklung.» Er spricht von unfairen Beurteilungen oder Zielsetzungen, welche nicht erreichbar seien und schlussendlich zur Kündigung führen würden.

Carina Blaser

redaktion@zugerzeitung.ch

An diversen Infoständen wird Material verteilt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. Mai 2017))

An diversen Infoständen wird Material verteilt. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. Mai 2017))

Jazzmin spielt auf der Bühne. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. Mai 2017))

Jazzmin spielt auf der Bühne. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. Mai 2017))

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