1 Million Franken vom Esaf-Gewinn gehen an Projekte im Kanton Zug

Das Organisationskomitee des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests hat eine Stiftung gegründet und nimmt Gesuch um Unterstützung für Vorhaben in den Bereichen Sport, Kultur, Gesundheitsprävention und Soziales entgegen.

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(bier) Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) war auch ein finanzieller Erfolg. Ein Teil der Mehreinnahmen wurde in Form einer höheren Entschädigung an die über 6'500 Chrampfer ausgeschüttet. Insgesamt wurden über 1,4 Millionen Franken an die freiwilligen Helfer respektive an deren Vereine ausbezahlt, teilt das Organisationskomitee mit.

Christian Stucki (rotes Hemd) ist in Zug Schwingerkönig geworden, Joel Wicki (blaues Hemd) hat den Schlussgang verloren.

Christian Stucki (rotes Hemd) ist in Zug Schwingerkönig geworden, Joel Wicki (blaues Hemd) hat den Schlussgang verloren.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 25. August 2019)

Jenes hat nun zusammen mit dem Trägerverein beschlossen, dass das Festergebnis von rund 1,85 Millionen Franken nicht alleine den Zuger Schwingclubs und dem Zuger Kantonalen Schwingerverband zugutekommen soll. «Wir haben beschlossen einen Teil des Ergebnisses, nämlich eine Million Franken, zurück an die Bevölkerung des Kantons Zug zu geben. Das Esaf soll der Zuger Bevölkerung nachhaltig in Erinnerung bleiben und deshalb werden wir mit diesem Geld Anlässe und Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Gesundheitsprävention und Soziales unterstützen», wird der OK-Präsident Heinz Tännler in besagter Mitteilung zitiert.

Die eigens zu diesem Zweck neu gegründete Stiftung will beispielsweise «die Vielfältigkeit der kulturellen und sportlichen Anlässe im Kanton Zug weiter stärken und ausbauen» und unterstützt deshalb die jeweiligen Organisatoren mit finanziellen Beiträgen. Tännler sagt:

«Diese Anlässe tragen zur sportlichen und kulturellen Vielfalt im Kanton Zug bei und werden deshalb durch die Stiftung unterstützt.»
So sieht der Schwingerkönig 2019 aus... (Bild: Keystone)
58 Bilder
... während Festsieger 1b Joel Wicki die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben steht. (Bild: Keystone)
Sieg für Stucki. (Bild: Keystone)
Christian Stucki jubelt ausgelassen. (Bild: Keystone)
Erleichtert: Christian Stucki. (Bild: Keystone)
Ein Küsschen für seine Frau Cecile gibts natürlich auch. (Bild: Keystone)
Christian Stucki jubelt mit seinem ganzen Team. (Bild: Keystone)
Christian Stucki ist Schwingerkönig 2019 (Bild: Keystone)
Hier wird Wicki von Stucki gelegt. (Bild: Keystone)
Wicki und Stucki teilen sich zwar den Festsieg, Schwingerkönig wird aber trotzdem Christian Stucki, weil er am Schluss auf Platz 1a steht. (Bild: Keystone)
Wicki und Stucki werden von ihren Kollegen durch die Luft getragen. (Bild: Keystone)
Die Erlösung steht im ins Gesicht geschrieben: Christian Stucki nachdem er Wicki auf den Boden gelegt hat. (Bild: Keystone)
Nur knapp 45 Sekunden dauerte es, bis Christian Stucki Joel Wicki auf dem Rücken hatte. (Bild: Keystone)
Jubel bei Christian Stucki: der 34-Jährige Berner holt sich den Titel als Schwingerkönig 2019 (Bild: Keystone)
Stucki geht nach seinem Sieg gegen Wicki auf die Knie. (Bild: Keystone)
Christian Stucki (l.) bodigt Joel Wicki im Schlussgang (Bild: Keystone)
Samuel Giger, rechts, jubelt nach seinem Sieg gegen Sven Schurtenberger (Bild: Keystone)
Armon Orlik, rechts, bezwingt Fabian Staudenmann (Bild: Keystone)
Marcel Mathis, rechts, jubelt nach seinem Sieg gegen Patrick Schenk (Bild: Keystone)
Pirmin Reichmuth, links, jubelt nach seinem Sieg gegen Kilian Wenger (Bild: Keystone)
Andreas Döbeli (l.) bleibt nach dem Gestellten gegen Kilian von Weissenfluh klar auf Kranzkurs. (Bild: Keystone)
David Schmid freut sich über einen hart erarbeiteten Sieg am Boden. (Bild: Keystone)
Armon Orlik (l.) findet gegen Christina Stucki kein Rezept: die beiden stellen. (Bild: Keystone)
Joel Wicki (l.) nimmt wieder Fahrt auf und feiert seinen fünften Sieg. (Bild: Keystone)
highres_389309638 (Bild: Keystone)
Wicki war dem Sieg eine Spur näher, doch auch Stucki hatte Chancen. (Bild: Keystone)
Armon Orlik (l.) bringt sich mit einem Siege gegen König Kilian Wenger in die Poleposition. (Bild: Keystone)
Stephan Studinger (l.) hat gegen Pirmin Reichmuth das Nachsehen. (Bild: Keystone)
Patrick Räbmatter (r.) muss sich von Daniel Bösch besiegen lassen. (Bild: Keystone)
Auch Marcel Kropf muss mit einer Niederlage am Sonntagmorgen leben. (Bild: Keystone)
Joel Wicki kommt im vierten Gang zu seinem vierten Sieg. Das Nordostschweizer Schwergewicht Domenic Schneider legt er problemlos auf den Rücken. (Bild: Keystone)
Auch Armon Orlik hat nach Tag eins vier Siege auf seinem Notenblatt. Von den meistgenannten Favoriten sind damit nur noch er und Wicki im Königsrennen. (Bild: Keystone)
Dafür ist Christian Stucki definitiv ein heisser Anwärter auf den Königstitel. Fragen nach seinem Formstand beantwortete er mit vier Siegen in Serie. (Bild: Keystone)
Für den Aargauer Nick Alpiger war es ein brutaler Tag. Nach dem Sensationssieg gegen Samuel Giger behinderte ihn seine Hüftverletzung wieder und er verlor darum gegen Thomas Kropf. (Bild: Keystone)
Der Aargauer Andreas Döbeli ist mit drei Siegen und einem Gestellten zusammen mit Patrick Räbmatter bester Nordwestschweizer nach Tag eins. (Bild: Keystone)
Christian Stucki (r.) läuft es. (Bild: Keystone)
Auch Armon Orlik (r.) ist im Königsrennen voll dabei. (Bild: Keystone)
Domenic Schneider, wird seiner Rolle als Geheimfavorit gerecht, obwohl er gegen Wicki zum Schluss verliert. (Bild: Keystone)
Stephan Studinger (r.) konnte seine zwei ersten Gänge gewinnen, musste dann aber gegen König Kilian Wenger einer Niederlage einstecken. (Bild: Keystone)
Joel Strebel (r.) im Einsatz gegen Michael Gwerder. (Bild: Keystone)
Christoph Bieri (mit Kopfschutz) will in Zug seinen 100. Kranz gewinnen. (Bild: Keystone)
Bitter: Nach dem sensationellen Start behindert Nick Alpiger im zweiten Gang seine Verletzung im Hüftbereich und er verliert gegen Patrick Schenk. (Bild: Keystone)
Auf Kurs: Mitfavorit Joel Wicki. (Bild: Keystone)
Christoph Bieri wird von Christan Stucki ins Sägemehl gedrückt. (Bild: Keystone)
Samuel Giger gewinnt gegen den Aargauer Joel Strebel und meldet sich nach der Niederlage gegen Nick Alpiger zurück (Bild: Keystone)
Eine Kuh büxt während der Präsentation der Lebendpreise aus. (Bild: Keystone)
Siegermuni Kolin beeindruckt das nicht. (Bild: Keystone)
Geschlagener Favorit: Das Heimspiel hätte sein Fest werden sollen, nun ist Pirmin Reichmuth nach zwei Gängen bereits aus dem Rennen. (Bild: Keystone)
Sensationell: Nick Alpiger (l.) jubelt, während Topfavorit Samuel Giger enttäuscht im Sägemehl liegt. (Bild: Keystone)
Alpiger war im Duell mit Giger der besser Schwinger. (Bild: Keystone)
Der Aargauer setzte einen der grossen Saisondominatoren von Anfang an unter Druck. (Bild: Keystone)
Königsfavorit Armon Orlik gewinnt die Revanche gegen König Matthias Glarner, gegen den er 2016 im Schlussgang verloren hat. (Bild: Keystone)
Auch Christian Stucki gelingt der Auftakt: Er bodigt Mitfavorit Pirmin Reichmuth. (Bild: Keystone)
Kein Sieger gab es im Duell des Aargauer Eidgenossen Patrick Räbmatter (l.) mit Andi Imhof. (Bild: Keystone)
Sven Schurtenberger besiegt Daniel Bösch. (Bild: Keystone)
Der Aargauer David Schmid (l.) beweist seine Defensiv-Stärke und kommt gegen Marcel Mathis zu einem Gestellten. (Bild: Keystone)
Kilian Wenger, der König von 2013, siegt zum Auftakt. (Bild: Keystone)
Der Aargauer Christoph Bieri (r.) kommt gegen Arnold Forrer, den König von 2001, zum Sieg. (Bild: Keystone)

So sieht der Schwingerkönig 2019 aus... (Bild: Keystone)

Gesuche um finanzielle Unterstützung können ab sofort über die Website eingereicht werden. Gemäss Zweckbestimmung unterstützt die Stiftung Anlässe und Projekte im Kanton Zug zu Gunsten der Zuger Bevölkerung in den Bereichen Sport, Kultur, Gesundheitsprävention und Soziales.

Stiftungsratspräsident Heinz Tännler könne sich vorstellen, dass die Stiftung einem Gesuch um Unterstützung der Feierlichkeiten zu 50 Jahre Frauenstimmrecht im Kanton Zug stattgeben würde – sollte ein entsprechendes Gesuch eingehen, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte. Er habe dies den Organisatorinnen auch entsprechend empfohlen.

Der Stiftungsrat hat laut Mitteilung weitere Anforderungen definiert, die erfüllt sein müssen, damit ein Anlass oder ein Projekt unterstützt wird:

  • Der Antragsteller muss gemeinnützig sein. Es darf sich beim Antragsteller nicht um eine gewinnorientierte Institution handeln.
  • Der Antragsteller darf keine kommerziellen Interessen (auch nicht teilweise) verfolgen.
  • Politische Parteien werden nicht unterstützt.
  • Infrastrukturprojekte oder Projekte des Denkmalschutzes werden nicht unterstützt.
  • In den Bereichen Sport und Kultur werden nur Anlässe unterstützt.
  • In den Bereichen Soziales und Gesundheitsprävention werden Projekte und Anlässe unterstützt.
  • Die Stiftung macht kein klassisches Sponsoring.
  • Einzelpersonen werden nicht unterstützt.
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