100 neu Ausgesteuerte im Kanton Zug

Zum 1. April verlieren im Kanton Zug 100 Arbeitslose zusätzlich das Recht auf Taggelder. Sie werden durch die kürzlich erfolgte Revision des Gesetzes über die Arbeitslosenversicherung (AVIG) ihr Anrecht auf Arbeitslosengeld verlieren.

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Normalerweise werden in Zug pro Monat 20-30 Personen ausgesteuert. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Normalerweise werden in Zug pro Monat 20-30 Personen ausgesteuert. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Wie die Zuger Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mitteilte, sind die Betroffenen über die neue Lage schriftlich informiert worden. In der Regel würden monatlich etwa 20 bis 30 Personen ausgesteuert, so die Volkswirtschaftsdirektion. Die Ausgesteuerten verlieren den Anspruch auf Leistungen den Arbeitslosenversicherung - meistens, weil sie über lange Zeit keine neue Stelle finden. Besonders von der Revision betroffen seien unter 25- und über 55-Jährige.

30 Personen beziehen Sozialhilfe

In Zug kann ab April etwa die Hälfte der zusätzlichen, neu Ausgesteuerten statt Arbeitslosentaggeldern Arbeitslosenhilfe beziehen. Stellen sie einen entsprechenden Antrag, können sie weitere 90 Taggelder bekommen. Etwa 30 Personen werden voraussichtlich auf die Sozialhilfe der Gemeinden angewiesen sein, so die Volkswirtschaftsdirektion. In Zug werden 25 Personen in Baar von der AVIG-Neuregelung betroffen, 20 in Zug, 15 in Cham, 13 in Risch, 8 in Steinhausen, 7 in Hünenberg, 6 in Unterägeri, 4 in Walchwil und je eine in Neuheim und Oberägeri.

sda