25 Prozent mehr Velofahrten in der Stadt Zug

Zugerinnen und Zuger steigen vermehrt aufs Velo.

Rahel Hug
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«Eine Korrelation zwischen einer grösseren Anzahl Velofahrerinnen und Velofahrern und mehr Velounfällen ist sicherlich vorhanden», sagt der Zuger Baudirektor Florian Weber. Die Auswertung der Velozählung 2017 auf den Zufahrtsachsen der Stadt Zug ergab zwischen 2011 und 2017 einen Anstieg an Velofahrten von rund 25 Prozent. Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl Velounfälle auf Kantonsgebiet um rund 20 Prozent zu. «Es ist jedoch zu differenzieren», so Weber: In der Stadt Zug nahm die Anzahl der Velounfälle in diesem Zeitraum um rund 16 Prozent zu, in Baar hingegen um rund 5 Prozent ab.

Betrachtet man die Jahre von 2011 bis 2018, scheinen die Anzahl Velounfälle in der Stadt Zug auf einem Niveau von rund 33 pro Jahr respektive in der Gemeinde Baar auf einem Niveau von rund 21 pro Jahr eher zu stagnieren. Bezogen auf die Einwohnerzahlen der 2212 Gemeinden der Schweiz rangiert die Stadt Zug laut Weber auf Rang 24, die Gemeinde Baar auf Rang 34. «Verglichen mit den enorm vielen Arbeitsplätzen und den daraus resultierenden sehr zahlreichen Pendlerinnen und Pendlern, die täglich in die Stadt Zug (25000) und nach Baar (13600) fahren, überraschen diese Zahlen nicht.» Selbstverständlich sei jedoch jeder Velounfall einer zu viel. «Der Kanton ist bemüht, mittels normgerechter Radinfrastruktur sowie entsprechendem Unterhalt optimale Voraussetzungen für alle zu schaffen.»

Das Bundesamt für Strassen publiziert auf dem Geoportal des Bundes eine Unfallkarte, welche die Unfälle seit 2011 geografisch nach bestimmten Themen auflistet. Laut Angaben der Zuger Polizei gab es im Kanton Zug 2018 82 Velounfälle und 14 mit E-Bikes. Auf die Frage, welches die häufigsten Unfallursachen sind, sagt Mediensprecher Frank Kleiner: «Häufig passieren Velounfälle wegen Unaufmerksamkeit sowie Ablenkung. Auch Alkohol ist ein häufiger Unfallgrund.» (rh)